Karfreitag 2018: Bonn untersagt Aufführung von Tod im Rheinland im Pantheon-Theater

"Tod im Rheinland": Bonn untersagt an Karfreitag Aufführung im Pantheon-Theater

An Karfreitag dürfen keine öffentlichen Tanz- oder unterhaltende Aufführungen stattfinden. Das besagt das Feiertagsgesetz. Die Stadt Bonn hat deshalb eine geplante Theateraufführung im Pantheon-Theater untersagt. Geplant war das Kabarettprogramm "Tod im Rheinland".

Es drohte sogar die Versiegelung des Theaters für den Karfreitag, hieß es. An Karfreitag gedenken Christen der Kreuzigung von Jesus Christus. Der Tag gilt als einer der höchsten christlichen Feiertage.

Der Veranstalter reagierte mit Kritik. Bei dem Stück "Tod im Rheinland" gehe es um den Umgang mit dem Thema Tod, nicht vorrangig um "angenehmen Zeitvertreib". Am Ende lenkte der Veranstalter aber ein. Die geplante Aufführung wurde abgesagt. Die bereits verkauften Tickets werden erstattet. Ein Ersatztermin ist noch nicht angesetzt.

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Bereits 1995 hatte es einen ähnlichen Konflikt um das gleiche Theaterstück gegeben. Damals sei gerichtlich festgestellt worden, dass die Inhalte des Stückes mit dem Karfreitagsschutz nicht vereinbar sind, teilte die Stadt mit.

(lsa/lnw)