Expendables 3: Sylvester Stallone und Co-Stars bei Premiere in Köln

"The Expendables 3": Premiere in Köln : Der Actionheld ist ein Familienmensch

Hollywood zu Gast in Köln: Sylvester Stallone, Jason Statham, Wesley Snipes, Kellan Lutz und Antonio Banderas stellten in Köln ihren neuen Actionfilm "The Expendables 3" vor. Snipes redete erst kaum, entwickelte sich dann aber zum Witzbold.

Er schießt. Er sticht. Er schlägt. Er mordet. Immer wieder. In seinen Filmen ist Sylvester Stallone ein eisenharter Killer im Kampf gegen das Böse. Jetzt aber hat er keine Waffe in der Hand. Er sitzt zurückgelehnt auf seinem Stuhl. Ganz entspannt. Er erzählt über die glücklichsten Momente seines Lebens. Das seien die Augenblicke, in denen sich seine Kinder auf der Couch an ihn kuscheln und sie zusammen fernsehen. Dann sei alles so friedlich, einfach so viel Liebe im Raum.

Der US-amerikanische Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor ist im schicken Hyatt-Hotel abgestiegen, um seinen neuen Actionfilm "The Expendables 3" vorzustellen. In dem Blockbuster kämpft er als Barney Ross an der Seite seiner Expendables - einer Reihe von Spitzensöldnern - gegen den skrupellosen Waffenhändler Conrad Stonebanks (Mel Gibson ), der die Expendables einst mitgründete. Stallone ist nicht alleine ins Hotel gekommen. Aus dem hochkarätig besetzten Film begleiteten ihn die Schauspieler Wesley Snipes, Antonio Banderas, Jason Statham, Kellan Lutz sowie Produzent Avi Lerner.

Sylvester Stallone ist inzwischen 68. "Ich spüre mein Alter nicht. Ich bin ein Teenager", sagt er. Ein Lächeln. Oder doch keins? So genau weiß man das bei ihm nie. Wenn er lächelt, sieht sein Gesicht kaum anders aus als sonst. Er zeigt dann zwar seine Zähne, das macht er aber auch fast immer. Und seine Lippen bewegen sich wie seine Augenbrauen so gut wie gar nicht. Seine Stirn, ein Dauerrunzeln. Eine Nervenkrankheit und ein bisschen zu viel Botox sind daran Schuld, heißt es. Doch gerade dieser Gesichtsausdruck ist sein Markenzeichen geworden.

Antonio Banderas wirkt, als ob er gerade vom Strand komme. Der Spanier ist wie immer bestens gebräunt. Sein weißes Hemd hat er weit aufgeknöpft. Die lockigen schwarzen Haare mit den grauen Strähnen hat er leicht schmierig nach hinten gegelt. Bei den Dreharbeiten habe es keine Probleme mit den anderen Jungs gegeben. Alle seien hungrig nach Erfolg, das verbinde. "Es gab keinen Wettbewerb zwischen uns, wir haben sogar viel gelacht", sagt der 53-Jährige. Die Actionhelden sind sich daher einig, dass die besten Szenen im Film auch nicht zu sehen sind, sondern im Making-of.

Wesley Snipes trägt ein schwarzes Oberteil und eine Sonnenbrille. Er ist zwar da, redet aber kaum. Auch wenn seine Kollegen miteinander witzeln, schweigt er. Aber dann: Sein Held der Kindheit sei Nelson Mandela gewesen, sagt der 52-Jährige. Heute sei es der Rapper Jay Z. Warum? Weil er mit Sängerin Beyoncé verheiratet sei. Das finden auch Banderas und Co. lustig.

Jason Statham, der Star aus den "Transporter"-Filmen, könnte ein Yachtbesitzer sein. Pinkes Hemd, darüber eine graue Strickjacke, braune Sonnenbrille - fehlt nur noch eine Kapitänsmütze. Zunächst scheint er sich zu langweilen. Schließlich scherzt er mit, besonders als Stallone seinen Raum voller Liebe beschreibt.

Kellan Lutz ist mit seinen 29 Jahren der mit Abstand Jüngste unter den fünf Schauspielern. Vielleicht redet er deshalb nur, wenn er gefragt wird. Ehrfurcht klingt mit in seiner Stimme. Sein Blick sucht immer Bestätigung. Das passt irgendwie so gar nicht zu seinem coolen Outfit mit der braunen Lederjacke und dem Dreitagebart. "Ich kann von allen hier noch viel lernen", sagt Lutz betont bescheiden und zeigt dabei auf seine Kollegen.

Mit "Expendables 3" endet die Actionreihe aber noch nicht. Ein vierter Film sei bereits in Planung, sagt Sylvester Stallone. Wie in Expendables 3 - Ronda Rousey spielt Luna - wird es in der nächsten Fortsetzung auch wieder weibliche Unterstützung geben. "Sonst wären wir ja eine reine Football-Mannschaft", sagt Stallone.

Ob er erneut das Drehbuch schreiben und auch als Hauptdarsteller auftreten werde, wisse Stallone noch nicht. Er wolle aber in jedem Fall wieder mitwirken und versuchen, wenigstens hinter den Kulissen zu arbeiten.

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(RP)
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