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Detmold, Xanten: Sechs Museen zeigen römisches Erbe in NRW

Leben im antiken Rom : Sechs Museen zeigen römisches Erbe in NRW

Sechs archäologische Museen in Nordrhein-Westfalen begeben sich im Herbst in einer Verbundausstellung auf römische Spurensuche. Los geht es am 24. September in Detmold, am 30. September folgt Xanten.

Unter der Überschrift „Roms fließende Grenzen“ geht es in Köln, Bonn, Detmold, Xanten und Haltern am See um das Leben zur Römerzeit und die noch heute spürbaren Einflüsse auf Stadtentwicklung oder Straßenführung, wie der nordrhein-westfälische Landtag ankündigte. Landtagsvizepräsidentin Carina Gödecke eröffnet die archäologische Landesausstellung am Dienstag in Düsseldorf offiziell. Der Grenzabschnitt des niedergermanischen Limes gehört seit Juli dieses Jahres zum Unesco-Welterbe.

Ab dem 24. September geht es im Lippischen Landesmuseum Detmold um germanisch-römisches Grenzleben. Bis zum 27. Februar 2022 schaut die Ausstellung auf das Leben am Limes aus germanischer Sicht. Im Archäologischen Park Xanten geht es ab dem 30. September um das Leben römischer Legionäre und das Alltagsleben der „Anwohner“ im Schatten des römischen Militärs. Die Ausstellung mit Nachbauten römischer Schiffe ist bis zum 16. Oktober zugänglich.

Im Bonner LVR-Landesmuseum geht es ab dem 25. November um 2.000 Jahre „Schmelztiegel Rheinland“. Die vielfältige Gesellschaft mit Menschen verschiedener germanischer Stämme, mit römischen Soldaten, Städtern und Dorfbewohnern steht bis zum 29. Mai 2022 im Zentrum der Ausstellung.

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Im Römermuseum in Haltern am See können Besucher im kommenden Jahr römisches Leben mit Mitteln der digitalen Neuzeit erleben. Ab 25. März geht es bis 30. Oktober 2022 um Militärbastionen entlang der Lippe und um römisches Leben in Haltern mit dem Nachbau eines Wachhauses und einem neuen „Escape Rooms“.

In Köln zeigen gleich zwei Museen die politische Bedeutung Kölns für das „Imperium“. Das Römisch-Germanische Museum stellt vom 29. April an im Kulturzentrum am Neumarkt mit digitalen Rekonstruktionen und bedeutenden Grabungsfunden Kölns Rolle für Niedergermanien mit Statthalterpalast, Tempeln und Prachtstraßen vor. Auch die „MiQua“ des LVR-Jüdischen Museums im Archäologischen Quartier zeigt einstige Handelswaren.

(chal/epd)