1. NRW
  2. Kultur

Ab Donnerstag: Jüdische Kulturtage an Rhein und Ruhr

Von Donnerstag an bis Mitte April : Kulturtage präsentieren jüdisches Leben an Rhein und Ruhr

Die jüdischen Kulturtage an Rhein und Ruhr stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Zuhause – Jüdisch. Heute. Hier“. Allein in Düsseldorf finden ab Donnerstag bis Mitte April 67 Veranstaltungen zu Aspekten jüdischen Lebens statt.

Die Kulturtage finden in insgesamt 15 Städten statt, so Inna Goudz, Kulturreferentin des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in NRW. Zur Eröffnung der inzwischen fünften Jüdischen Kulturtage wird NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) als Schirmherr erwartet.

Die beteiligten Städte – Aachen, Bonn, Duisburg, Düsseldorf, Eitorf, Essen, Kleve, Krefeld, Köln, Leverkusen, Mönchengladbach, Neuss, Rödingen, Solingen und Wuppertal – haben mit dem Landesverband das Programm zusammengestellt. Die mehr als 200 Veranstaltungen reichen von Ausstellungen und Filmveranstaltungen über Lesungen und Konzerte bis zu Tanz und Theater.

Zudem finden zahlreiche Begegnungsprojekte sowie Podiumsgespräche und Veranstaltungen mit gemeinsamem Kochen und Essen statt. Ein verbindendes Element bei allen Veranstaltungen seien „der starke Gegenwartsbezug“ und das gezielte Ansprechen junger Leute, sagte Goudz.

„Jüdisches Leben in NRW ist inzwischen sehr aktiv“, sagte der Geschäftsführer des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, Michael Rubinstein. Der Landesverband sei mit 16.000 Mitgliedern der größte in ganz Deutschland. „Wir wissen, wir haben hier nicht nur Freunde, aber wir haben Freunde“, betonte Rubinstein. Besonders stolz ist der Landesverband, dass die Kulturtage, die vom ehemaligen Präsidenten des Zentralrats der Juden, Paul Spiegel, ins Leben gerufen wurden, nicht mehr nur in einer Stadt, sondern in einer ganzen Region stattfinden.

Die Veranstalter erwarten für die Jüdischen Kulturtage rund 50.000 Besucher. Die Gesamtkosten bezifferte Kulturreferentin Goudz für alle Beteiligten auf rund eine halbe Million Euro. 150.000 Euro davon kommen vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden Nordrhein. Gefördert werden die Jüdischen Kulturtage von der Staatskanzlei NRW, dem Integrationsministerium, dem Kulturministerium, der Landeshauptstadt Düsseldorf sowie vom Landschaftsverband Rheinland und dem Kultursekretariat NRW.

(kess/epd)