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Stichwahl Wuppertal 2020: OB-Wahl, Themen, Ergebnisse, Kandidaten

Kandidaten, Parteien, Themen : Stichwahl in Wuppertal 2020 – das müssen Sie wissen

Bei der Stichwahl am Sonntag, 27. September 2020, in Wuppertal steht das Wahrzeichen der Stadt im Fokus. Der amtierende SPD-Oberbürgermeister Andreas Mucke fordert das Vertrauen seiner Wähler. Allerdings hat er einen ernstzunehmenden Konkurrenten.

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Wuppertal muss der SPD-Amtsinhaber Andreas Mucke in eine Stichwahl gegen den gemeinsamen Kandidat von CDU und Grünen, Uwe Schneidewind. Herausforderer Schneidewind kam nach Angaben der Stadt von Sonntagabend im ersten Wahlgang auf 40,8 Prozent. Mucke errang demnach 37,0 Prozent der Stimmen.

Was sind die wichtigsten Themen der Kommunalwahl?

Das Wahlkampfthema schlechthin ist auch in diesem Jahr das Herz der Stadt: die berühmte Schwebebahn. Denn die steht aktuell zum größten Teil still. Amtsinhaber Andreas Mucke (SPD) wird vorgeworfen, die Ursachen und Hintergründe des Ausfalls der Schwebebahn zu verschleiern. Im Zentrum steht das beauftragte Unternehmen WSW mobil GmbH.

Neben der Inbetriebnahme des Wahrzeichens fordern die Grünen soziale Ungleichheiten in der Schule, im Gesundheitswesen und der Digitalisierung zu verringern. Ökologische und soziale Investitionen wie etwa der öffentliche Nahverkehr, erneuerbare Energien, Gebäudesanierung, Digitalisierung und die Dekarbonisierung der Industrie sollen ausgebaut werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Gleichberechtigung. So sollen etwa mehr Frauen in Führungspositionen tätig sein.

Andreas Mucke äußerte sich in einem Interview mit der Wuppertaler Rundschau dazu, dass er sich weiterhin für Klimaschutz und Nachhaltigkeit einsetzen werde. Großprojekte wie die Bundesgartenschau 2031 sind ebenfalls Thema, um Wuppertal touristisch attraktiver zu gestalten. An den Planungen des Radschnellweges zwischen Wuppertal und Düsseldorf soll festgehalten werden.

Wer sind die wichtigsten Akteure, wer kandidiert?

Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke arbeitete als Energieberater bei den Wuppertaler Stadtwerken und von 2011 bis 2015 war er Geschäftsführer der Wuppertaler Quartiersentwicklungs GmbH. Seit 2018 gehört er dem Landesvorstand der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik in NRW e.V an. Bei den letzten Wahlen setzte er sich in der Stichwahl mit 60 Prozent gegen den damaligen Amtsinhaber von der CDU Peter Jung durch.

Muckes Herausforderer Schneidewind plant erster Oberbürgermeister der Grünen in NRW zu werden. Unterstützt wird er dabei von der CDU-Fraktion. Der OB-Kandidat war zehn Jahre lang Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Seine Themen sind Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit und von 2013 bis 2020 war er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) und des BUND.

Diese Politiker kandidierten außerdem als Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal: Bernhard Sander (Die Linke), Marcel Hafke (FDP), Henrik Dahlmann (WfW/FW), Mira Lehner (Die Partei) und Panagiotis Paschalis (parteilos).

Wie haben die Parteien bei den vergangenen Kommunalwahlen abgeschnitten? Wie hoch war damals die Wahlbeteiligung?

2014 hatte die SPD 30 Prozent geholt, die CDU 29,1 Prozent. Die Grünen sind vor sechs Jahren nur auf 14,9 Prozent gekommen, aktuelle Umfragen prognostizieren einen Stimmgewinn. Die FDP kam auf 5,5 Prozent, die Linke auf 8,1 Prozent, die WfW auf 4,7 Prozent, Pro NRW auf 2,5 und die AfD auf 2,4 Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag bei 45 Prozent.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das sind die Oberbürgermeister-Kandidaten in Wuppertal

(mit Material von dpa)