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NRW: Kommunalwahl 2020 - CDU laut WDR-Umfrage in Düsseldorf, Essen, Münster und Siegen vorn

Umfragen zur Kommunalwahl in NRW : CDU und SPD verlieren, Grüne legen zu

Einer großen Umfrage für NRW kurz vor der Kommunalwahl zufolge müssen CDU und SPD mit Verlusten rechnen. Auf einen eher erfreulichen Wahlabend können sich demnach die Grünen freuen. Die Umfragewerte im Überblick.

Elf Tage vor den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen haben die Meinungsforscher von infratest dimap im Auftrag des WDR sowie des Kölner Stadt-Anzeigers, des Bonner General-Anzeigers und der Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten die politische Stimmung in ausgewählten Städten des bevölkerungsreichsten Bundeslandes gemessen.

Bei den Wahlen am 13. September zeichnen sich demnach beachtliche Verschiebungen im Vergleich zu den Abstimmungen 2014 ab. Die Genauere Zahlen aus Düsseldorf lesen Sie hier. Die Genauere Zahlen aus Duisburg lesen Sie hier. Die Grünen können sich insbesondere in Aachen und Bonn gute Chancen ausrechnen, stärkste Kraft im Stadtrat zu werden.

In Bielefeld, Köln und Wuppertal verspricht der Ausgang des Rennens um Platz 1 besonders spannend zu werden. Genauere Zahlen aus Köln lesen Sie hier. Legt man die derzeitige Sonntagsfrage in den elf Städten zugrunde, würden die Grünen als der große Sieger aus den Kommunalwahlen hervorgehen: In allen elf Städten würden sie ihre Ergebnisse gegenüber 2014 verbessern. Umgekehrt drohen der SPD in allen elf Städten Verluste, angesichts der Konflikte der vergangenen Jahre erwartungsgemäß insbesondere in Essen. Aber auch die CDU muss in der Mehrzahl der Städte mit Stimmenrückgängen rechnen.

Die AfD hat in den NRW-Städten den Umfragen zufolge einen schwereren Stand als anderswo: Mit Werten von 8 Prozent liegt sie aktuell in der Sonntagsfrage zur Stadtratswahl in den beiden Ruhrgebietsstädten Duisburg und Essen sowie in Siegen vergleichsweise am besten, bleibt hier aber hinter ihren Ergebnissen der letzten Europa- und Bundestagswahl zurück. Mit Anteilen zwischen 7 und 9 Prozent hat die Linke bei den bevorstehenden Stadtratswahlen in Duisburg, Bielefeld, Wuppertal und Köln vergleichsweise gute Aussichten.

Die FDP wiederum liegt in der Sonntagsfrage von allen elf Städten in Düsseldorf mit 8 Prozent vergleichsweise am besten.

Bei einer Bürgermeister-Wahl zum jetzigen Zeitpunkt hätten drei Amtsinhaber besonders gute Aussichten, bereits im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit wiedergewählt zu werden: CDU-Oberbürgermeister Thomas Kufen in Essen und sein Parteifreund Steffen Mues in Siegen, ebenso Henriette Reker, die parteilose Kölner Oberbürgermeisterin, die von CDU und Grünen unterstützt wird. Für den CDU-Amtsinhaber in Münster, Markus Lewe, und sein SPD-Pendant in Bielefeld, Pit Clausen, erscheint die 50-Prozentmarke im ersten Wahlgang derzeit zumindest in Sichtweite.

Aussichtsreiche OB-Wahlkandidaten auf Seiten der Grünen finden sich in Aachen und Wuppertal: Sybille Keupen läge bei einer OB-Wahl zum jetzigen Zeitpunkt vor den Aachener Kandidaten von CDU und SPD. In Wuppertal liegt der gemeinsame Kandidat von Grünen und CDU, Uwe Schneidewind, momentan etwa gleichauf mit dem SPD-Amtsinhaber Andreas Mucke.

(ham)