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Kommunalwahl Essen 2020: Ergebnisse, Kandidaten, Parteien, Themen - Fragen & Antworten

Kandidaten, Parteien, Themen : Kommunalwahl in Essen 2020 – das müssen Sie wissen

Bei der Kommunalwahl am 13. September in Essen tritt CDU-Oberbürgermeister Thomas Kufen zu einer zweiten Amtsperiode an. Die Kandidaten aller großen Parteien stehen in Essen zur Wahl. Die Grünen könnten für eine Neuverteilung der Stimmen sorgen.

Bei der vergangenen Wahl lagen SPD und CDU dicht beieinander. Seit der Europawahl 2019 ist aber auch mit Bündnis 90/Die Grünen zu rechnen: Die Partei wurden 2019 zweitstärkste Partei in Essen - 0,6 Prozentpunkte hinter der CDU und 1,9 Prozentpunkte vor der SPD. Einen eigenen OB-Kandidaten stellen die Grünen ebenfalls und lassen ihn gegen den amtierenden Oberbürgermeister Thomas Kufen antreten.

Neben dem Posten des Oberbürgermeisters geht es bei der Kommunalwahl am Sonntag, 13. September 2020, in Essen um die Mitglieder des Stadtrates sowie der Bezirksvertretungen. Neu ist dieses Mal ein vierter Stimmzettel für die Wahl des Ruhrparlaments, das die Aufgaben des Regionalverbandes Ruhr (RVR) bestimmt.

Was sind die wichtigsten Themen der Kommunalwahl?

Oberbürgermeister Kufen möchte sich weiterhin für die Sanierung der Schule, die Schaffung von Kita-Plätzen, mehr Sicherheit und Sauberkeit und die Mobilitätswende einsetzen.

Die SPD und ihr Kandidat Oliver Kern möchten sich für die Gesundheitsversorgung im Norden der Stadt, den Kita-Platzmangel und die Situationen der Schulen einsetzen.

Die Grünen in Essen und ihr OB-Kandidat Mehrdad Mostofizadeh beschäftigt die Verkehrssituation in der Ruhrstadt. Dafür sollen unter anderem ein barrierefreier ÖPNV, mehr Raum für Fuß- und Radverkehr sowie Dienstfahrten mit dem Fahrrad gefördert werden.

Wer sind die wichtigsten Akteure, wer kandidiert?

Insgesamt neun Kandidaten treten bei der Kommunalwahl für das Amt des Oberbürgermeisters an. Die aussichtsreichsten Chancen haben Amtsinhaber Thomas Kufen (CDU) und seine Herausforderer Oliver Kern (SPD) und Mehrdad Mostofizadeh (Grüne).

Vor seiner Zeit als Oberbürgermeister war Kufen Abgeordneter im NRW-Landtag, als Integrationsbeauftragter der Landesregierung. SPD-Kandidat Kern ist seit 2016 Geschäftsführer des AWO Kreisverbands Essen. Er ist gelernter Erzieher, studierter Gesundheits- und Sozialökonom und arbeitete lange Jahre beim VKJ Ruhrgebiet (Verein für Kinder- und Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten). Mostofizadeh von den Grünen zog 2010 in den Landtag ein und ist seit 2017 stellvertretender Fraktionsvorsitzender der NRW-Grünen. Er studierte Rechtswissenschaften, Sozialwissenschaften und Anglistik an der Ruhruniversität Bochum.

Darüber hinaus stehen folgende sechs Kandidaten auf dem Stimmzettel: Daniel Kerekeš (Linke), Harald Parussel (AfD), Karlgeorg Krüger (FDP), Annie Maria Tarrach (Die Partei), Detlef Albert Fergeé (NPD) und Peter Köster (DKP).

Wie haben die Parteien bei den vergangenen Kommunalwahlen abgeschnitten?

Bei der Stadtratswahl 2014 in Essen war die SPD mit 34 Prozent stärkste Partei; dicht gefolgt von der CDU mit 31,5 Prozent. Grüne kamen auf 11,2, Linke auf 5,3 Prozent und das Essener Bürger Bündnis (EBB) erreichte 4,3 Prozent. Die erstmals angetretene AfD gewann 3,8 Prozent der Wählerstimmen und die FDP 3,3 Prozent. In den Essener Stadtrat zogen nach der Kommunalwahl 2014 zudem Vertreter von den Piraten (2 Sitze), Pro NRW (2), Die Partei (1) und NPD (1) ein.

Wie hoch war damals die Wahlbeteiligung?

Die Wahlbeteiligung in Essen wird 2020 eine wichtige Rolle spielen. Bei den Wahlen 2014 war die Beteiligung in Essen mit 45,3 Prozent sehr gering, bei der Stichwahl lag sie bei 27,7 Prozent. Damit war Essen bei den vergangenen Kommunalwahlen in NRW die Stadt mit der geringsten Wahlbeteiligung. Auch in diesem Jahr ist eine Stichwahl am 27. September nicht auszuschließen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das sind die Oberbürgermeister-Kandidaten in Essen

(juw)