Kleine Forscher im Kindergarten

Kleine Forscher im Kindergarten

Mini-Wissenschaftler kommen groß heraus: Die Rheinische Post und Evonik Industries setzen das Projekt "Kinderuni" fort und liefern Kitas wieder Anleitungen für naturkundliche Experimente. 2011 machten mehr als 700 Kitas mit. Auch diesmal sind insgesamt 50 000 Euro zu gewinnen.

Pipette, Lupen und was kleine Forscher sonst noch alles für Entdeckungsreisen in die Welt der Naturwissenschaften brauchen können, kommt in der Kita der privaten Kindergruppe Haan auf Rädern daher: In einem rollbaren Schrank ist Ausrüstung verstaut, die jeden Gruppenraum in ein kindgerechtes Labor verwandeln kann. Finanziert hat die Kita den Schrank von den 2500 Euro, die sie zu Jahresbeginn beim Wettbewerb zur Evonik-Kinderuni gewonnen hat.

Wie gut 200 weitere der insgesamt 700 an dem Projekt teilnehmenden Kindergärten hatte die Haaner Kita am Ende einen Wettbewerbsbeitrag eingeschickt. Der dokumentierte, wie sich die kleinen Forscher der Kita mit Experimenten beschäftigten, die Rheinische Post und das Spezialchemie-Unternehmen Evonik Industries für eine Artikelserie in der Zeitung aufbereitet hatten. Das erfolgreiche Projekt geht nun in eine weitere Runde. Für Erika La Ramée, Leiterin der Haaner Kita, ist jetzt schon klar: "Wir sind wieder dabei." Schließlich können die 100 besten Einsendungen experimentierfreudiger Kitas bei einem Wettbewerb wieder insgesamt 50 000 Euro gewinnen.

Kindergärten, die sich mit kindgerecht erklärten naturwissenschaftlichen Experimenten beschäftigen und Geld für die Kita-Kasse gewinnen wollen, können es den Haanern gleichtun. Vom 12. November bis 7. Dezember lernen die Kindergarten-Gruppen in der Rheinischen Post wieder Experimente und spannende Geschichten dazu kennen: Montags bis freitags erscheint im Lokalteil entweder ein Artikel, der den Aufbau eines Experimentes zum Mitmachen erläutert, oder eine kindgerechte und leicht verständliche Geschichte, über Chemie und Naturwissenschaft im Alltag. Die Texte zu den Experimenten sollen ebenfalls nicht nur die wissenschaftlichen Hintergründe der Versuche darstellen, sondern auch zeigen, dass überall im Alltag naturwissenschaftliche Phänomene zu entdecken sind. Für die Kindergärten ist die Teilnahme an der Aktion kostenlos. Dank der Unterstützung von Evonik erhalten die Gruppen jeden Tag mehrere Exemplare der Rheinischen Post kostenlos geliefert, um damit zu arbeiten und zu basteln. "Mit der Kinderuni begeistern wir Jungen und Mädchen früh für Naturwissenschaften.

Sie sind die Forscher für morgen, die Deutschland dringend benötigt, um auch in den künftigen Jahrzehnten unsere Spitzenposition als Land der Erfinder zu sichern", sagt Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender von Evonik Industries. Um mitzumachen, brauchen Kindergärten kein spezielles Labor: Die Zutaten für die Experimente sind überall erhältlich. Die Versuche laden zur Teamarbeit ein: Sie sind so aufgebaut, dass die Kinder sie in den Gruppen gemeinsam umsetzen können. Die Texte und Versuchsanleitungen sind so geschrieben, dass Erzieherinnen und Erzieher sie in den Kindern vorlesen können. Anschauliche Grafiken erklären genau, wie die Experimente ablaufen.

Erika La Ramée, Leiterin der Haaner Sieger-Kita, findet nicht nur den vom Gewinn bezahlten Forscher-Schrank "superpraktisch". Von den 2500 Euro ist noch genug übrig, um auf dem Außengelände einen Matschbereich für Experimente mit Sand, Wasser und Erde neu zugestalten und obendrein noch einen Sinnespark anzulegen.

(RP)
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