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Polizei zieht Bilanz zu Karneval in NRW: Weiberfastnacht: Schnittverletzungen und Betrunkene behandelt

Polizei zieht Bilanz zu Karneval in NRW : Weiberfastnacht: Schnittverletzungen und Betrunkene behandelt

In Düsseldorf mussten 88 Menschen ins Krankenhaus, in Köln mussten die Sanitäter einen 25-Jährigen wiederbeleben. Dennoch ist die Bilanz der Polizei zu Weiberfastnacht positiv: Größere Vorfälle blieben aus, es gab nicht mehr Einsätze als in den Vorjahren.

In Düsseldorf blieb es ruhig. Die Polizei verzeichnete keine größeren Einsätze. Das Verbot von Glasflaschen und —gläsern in der Altstadt hat sich dort mittlerweile durchgesetzt. Angesichts der großen Massen, die am Donnerstag in die Altstadt strömten, passierte es eher selten, dass der Ordnungs- und Servicedienst (OSD) den Narren Glasflaschen abnehmen mussten. Die meisten Leute hatten sich umgestellt und Plastikflaschen mitgebracht.

Die jecke Party hat für insgesamt 88 Karnevalsbesucher im Krankenhaus geendet. "Von Schnittverletzungen bis Betrunkenen war alles dabei", bilanzierte ein Sprecher der Feuerwehr den Tag. Insgesamt seien 119 Karnevalisten an Unfallhilfsstellen in der Altstadt behandelt worden, darunter auch 13 alkoholisierte Jecken unter 18 Jahren. "Das ist genauso wie in den Vorjahren", sagte der Feuerwehrsprecher.

Für Ärger sorgte allerdings bei einigen Narren das Rauchverbot in den Kneipen der Altstadt. "Da geht doch die ganze Gemütlichkeit flöten, wenn alle draußen stehen und Rauchen", beschwerte sich eine Karnevalistin.

Auch in Köln zog ein Polizeisprecher am Nachmittag eine postive Bilanz der Weiberfastnacht: "Aus polizeilicher Sicht sind wir sehr zufrieden mit dem jecken Treiben. Es gab die karnevalstypischen Einsätze, allerdings in keiner bedenklichen Anzahl."

Im Kölner Stadtgebiet gab es bis 17 Uhr 16 Festnahmen, 14 Ingewahrsamnahmen und 65 Platzverweise. Mit zunehmendem Alkoholgenuss stieg allerdings am Nachmittag auch die Zahl der Straftaten. Die Feuerwehr musste zu 279 Rettungseinsätzen ausrücken — 2013 wurden sie 271 mal gerufen. Schlimmster Fall: Am Nachmittag mussten Sanitäter einen 25-Jährigen mit Herzkreislaufstillstand wiederbeleben. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Probleme bereiteten den Beamten Wildpinkler — es wurden in Köln 17 Personen erwischt, während sie sich im Freien erleichterten. Das Gasverbot werteten die Verantwortlichen in der Domstadt derweil als Erfolg.

In Leverkusen-Schlebusch nahmen die Beamten zwei Strafanzeigen wegen Körperverletzung auf. Wie im letzten Jahr waren sehr viele Jugendliche schon früh stark alkoholisiert.

In Krefeld musste die Polizei einem Mann im Affenkostüm zu Hilfe eilen, der aus eigener Kraft nicht mehr aus seinem Auto aussteigen konnte.

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(anch)