Goch: Sicherheit am Rosenmontagszug

Goch: Sicherheit am Rosenmontagszug

Die Organisatoren des närrischen Gocher Lindwurms informierten über Sicherheitsmaßnahmen und den Ablauf der Veranstaltung. Neu ist die Glasentsorgung und eine Kehrmaschine, die vor dem Zug fahren wird.

Der Höhepunkt der "fünften Jahreszeit" steht bevor. Am kommenden Rosenmontag werden sich in der Gocher Innenstadt pünktlich um 14.11 Uhr insgesamt 81 Zugnummern, darunter über 20 Fußgruppen, 16 Wagen, 31 Tanzgarden und acht Musikkapellen in Bewegung setzen.

Zum traditionellen Rosenmontagszug der Weberstadt haben sich 1692 Karnevalisten angemeldet, bei gutem Wetter rechnen die Organisatoren vom RZK, dem Festkomitee Gocher Karneval mit 25.000 Zuschauern. "Wir möchten betonen, welche logistischen Herausforderungen die Ehrenämtler der karnevalstreibenden Vereine bewältigen müssen, damit der Rosenmontagszug reibungslos verläuft", sagte Frank Bömler, Vorsitzender des RZK, und teilte die genannten Zahlen und weitere Sicherheitsmaßnahmen mit.

Jeder Wagen muss von mindestens acht Personen zu Fuß begleitet werden. Die Teilnehmer müssen sich an eine Reihe von Regeln halten, zum Beispiel dürfen die Fahrer keinesfalls Alkohol trinken. Es gibt in diesem Jahr einige Neuerungen: zum ersten Mal stellt die Firma Schönmackers Umweltdienste auf der Bahnhofstraße in Höhe der Nierswelle zehn Glastonnen auf. Darin sollen die Zugteilnehmer und Zuschauer Glasabfall entsorgen. "Wir appellieren, auf Glasflaschen möglichst zu verzichten. Ein Glasverbot gibt es schon in mehreren Städten, wir sprechen dies noch nicht aus, setzen erst einmal auf die Vernunft der Teilnehmer", so Bömler.

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Die Gefahr, die zum Beispiel von weggeworfenen kleinen Schnapsfläschchen ausgeht, beschreibt Jürgen Münnekhoff, Leiter der Polizeiwache Goch, der am kommenden Montag die Einsatzleitung hat: "Wenn die Reifen der Umzugswagen über die kleinen Flaschen rollen, springen diese manchmal unkontrolliert weg und können schwere Verletzungen verursachen. Das sind richtige kleine Geschosse." Auch die Reifen von drei Einsatzwagen der Polizei wurden im letzten Jahr beim Rosenmontagszug in Goch beschädigt.

Eine weitere Vorsichtsmaßnahme wird eine Kehrmaschine sein, die dem Zug voran fährt. "Das Glas gefährdet auch alle Fußgruppen, besonders die Tanzgarden, denn die Stiefel haben dünne Sohlen", erklärt Frank Bömler. Zwei große Papiercontainer werden bereitstehen, damit die Zugteilnehmer die Kartons, in denen das Wurfmaterial war, direkt entsorgen können. Einer steht am Ende des Zuges auf dem ehemaligen Netto-Parkplatz vor der Ampelkreuzung Weezer Straße / Südring, der zweite am Anfang der Brückenstraße. Mobile Toiletten werden an der Hervorsterstraße / Ecke Mühlenstraße, an der Gerberstraße sowie an der Marienwasserstraße stehen. Wie Zugleiter Andreas Strötges mitteilt, gibt es wegen der Baustelle an der Feldstraße auch eine kleine Änderung im Zugverlauf. Auf den üblichen Schlenker in die Gerberstraße vom Kreisverkehr am Bahnhof aus wird verzichtet, es wird direkt über die Brückenstraße wieder in Richtung Markt gezogen. Die Aufstellung der Wagen beginnt um 12.30 Uhr an der Ecke Mühlenstraße/ Adolph-Kolping-Straße. Der Zug führt ab 14.11 Uhr in Richtung Markt, Am Steintor, Bahnhofstraße bis zum Kreisverkehr und zurück zum Zentrum.

Letzter Abschnitt ist die Voßstraße, auflösen wird sich der Lindwurm in Höhe der Gaststätte Poorte Jäntje. Für die Zugleitung stellt in diesem Jahr die Gocher Autofirma van Aal zwei Fahrzeuge zur Verfügung.

(ath)