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Rosenmontagszug Köln: Erster Kölner Verein verzichtet auf Pferde

Wegen Druse-Krankheit : Kölner Verein verzichtet an Rosenmontag auf Pferde

Wegen eine Tierkrankheit werden in diesem Jahr weniger Pferde im Kölner Rosenmontagszug unterwegs sein. Die Karnevalsgesellschaft „Nippeser Bürgerwehr“ verzichtet in diesem Jahr auf ihre Reitpferde

Das sagte Geschäftsführer am Montag. Hintergrund sei, dass in einem Gestüt, das der Gesellschaft die Tiere zur Verfügung stelle, ein Fall der Pferdekrankheit Druse aufgetreten sei. Zwar seien die eigenen Pferde nicht betroffen, man wolle aber kein Risiko eingehen. „Die Reiter gehen zu Fuß. Die Pferdekutschen sind nicht davon betroffen, da kommen die Pferde aus einem anderen Stall“, sagte er. Konkret verzichte man auf 13 Tiere. Die „Bild“ hatte darüber berichtet.

Druse gilt als hochansteckend und wird durch Bakterien verursacht. Die Krankheit äußert sich unter anderem in Form einer Rachenentzündung mit Fieber. Ein infiziertes Pferd könnte auf dem Rosenmontagszug theoretisch weitere Tiere anstecken.

Nach Angaben des Festkomitees Kölner Karneval ist die „Nippeser Bürgerwehr“ die erste Gesellschaft, die ihre Tiere wegen des Erregers zurückgezogen hat. Nachdem der Fall bekannt geworden war, hätten die anderen Gruppen ihre Tiere getestet. Der Leiter des Kölner Umwelt- und Verbraucherschutzamtes, Konrad Peschen, sagte am Montag: „Wir gehen nicht davon aus, dass weitere Korps betroffen sind.“

Der Einsatz von Pferden im Kölner Rosenmontagszug ist immer wieder Thema von Diskussionen. Von Tierschützern wird er kritisiert. Beim Rosenmontagszug 2018 waren zwei Tiere einer Kutsche durchgegangen, es gab mehrere Verletzte. Danach wurden die Regeln für die Teilnahme von Pferden verschärft.

(lukra/dpa)