„Brauchstumszonen“ Nur Narren lassen die Jecken gewähren

Meinung | Düsseldorf · Der Straßenkarneval soll in NRW stattfinden, diesmal mit Sicherheitszonen. Warum Gesundheitsminister Laumann in dieser angespannten Lage so gelassen agiert, ist kaum zu verstehen.

 Das Kölner Dreigestirn hat sich bereits infiziert. Wird es beim Straßenkarneval plötzlich anders? (Symbolbild)

Das Kölner Dreigestirn hat sich bereits infiziert. Wird es beim Straßenkarneval plötzlich anders? (Symbolbild)

Foto: dpa/Fabian Strauch

Wenn nichts mehr hilft, greift offensichtlich selbst ein Westfale wie Karl-Josef Laumann aufs rheinische Grundgesetz zurück: Et hätt noch emmer jot jejange. Anders lässt sich kaum erklären, warum der Gesundheitsminister im Spannungsfeld Corona und Karneval so gelassen agiert. Wieder einmal sind die Kölner an allem schuld. Sie wollen sich das Schunkeln nicht verbieten lassen und wünschen sich zu den tollen Tagen alte Freiheiten zurück. Zumindest draußen soll möglich sein, was bislang ausgeschlossen schien. Zwar sind die Züge abgesagt, doch etwas Straßenkarneval scheint in der Stadt mit K denkbar. Damit droht dem Karnevalsvolk, was das Kölner Dreigestirn bereits geschafft hat: die Durchseuchung. Kölns Stadtdirektor hat bereits Verweil- und Alkoholverbote ausgeschlossen und damit dem Treiben Tür und Tor geöffnet. Politische Narren, so scheint es, lassen die Brauchtumsnarren gewähren.