Düsseldorf: Der Amazonenkorps bläst zum Appell

Der Amazonenkorps bläst zum Appell : Das Amazonenkorps bläst zum Appell

Witzig und temperamentvoll war der Auftakt der neuen Session. Und ein Lob für die schönen Prinzen-Beine gab es auch.

Venetia Sabine musterte beim Appell des reitenden Amazonenkorps die uniformierten Damen mit kritischem Blick. Aber kein Grund zur Beanstandung. Alles saß tadellos. Dafür hatte vorher schon „Kommandeuse“ Kerstin Unkrig-Kremer gesorgt, die an diesem Abend im „Take off“, das ist die „kleine Stadthalle“ des Nordens über dem Getränkemarkt Brauckhoff, ihr elfjähriges Bestehen feierte. Besonders herzlich fiel die Begrüßung mit Präsidentin Astrid Brauckhoff aus. Sie und die Venetia kennen sich durch den Reitsport – Sabine ist Rittmeisterin im Reiterkorps Wilhelm Marx. Zudem sind ihre Väter gute Freunde. Sabine mochte das Mikro gar nicht aus der Hand geben, sinnierte: „Ich bin jetzt eine Woche im Amt. Wenn ich im Dienst bin (als Polizeibeamtin), kommt es mir schon sonderbar vor, dass ich da Uniform trage und abends im Abendkleid auftrete.“ Präsidentin Brauckhoff war es, die auf die Beine des Prinzen in der weißen Strumpfhose aufmerksam machte: „Du hast wirklich schöne Beine.“ Das fanden die anderen Damen auch. Nur im Hintergrund meckerte ein männlicher Jeck: „Da fehlen aber ein paar Muskeln.“ Bützchen, Tausch der Orden, dann waren die Tollitäten weg.

Auch die Jugendtanzgruppe der „Düsseldorfer Originale“ bekam viel Beifall. Die 100 Gäste begeisterte auch das Duo Nina und Daniela. Die beiden Mädchen sind amtierende Niederrheinmeister. Stolz waren die Amazonen Barbara Rudorf und Georgia Gruber. Sie wurden geehrt für stolze 4x11 Jahre bei den Amazonen. Danach bat die Präsidentin ihren Vater Willi Meuleners nach vorn. Auch er wurde ausgezeichnet, weil er als Senator schon lange die Karnevalistinnen unterstützt, ebenso wie Ulla Schmitz. Skeptisch sind die Amazonen mit Blick in die Zukunft. Astrid Brauckhoff: „In Köln sind jetzt keine Pferde mehr im Rosenmontag dabei. Wer weiß, wie lange wir noch dürfen.“