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Corona Karneval: Köln - Erster Karnevalszug abgesagt

Corona-Pandemie in NRW : Erste Kölner Karnevalisten sagen Zug ab

Nun ist offiziell, was viele bereits geahnt haben: Der erste Kölner Karnevalszug im nächsten Jahr ist nun abgesagt worden. In einem Video erklären die Karnevalisten aus Köln-Zollstock die Gründe dafür.

Die Entscheidung ist den Karnevalisten aus Zollstock sichtlich nicht leicht gefallen. „Ich gehe mal davon aus, dass die Leute das jetzt nicht hören wollen“, sagt einer der Veranstalter des Zollstocker Dienstagszugs in einem Live-Video auf Facebook. „Der Zug ist abgesagt. Leider. Wir haben die Notbremse gezogen.“

Man habe sich in der vergangenen Woche getroffen und über die aktuelle Situation gesprochen. „Auch über die Vorbereitung der Schulen, Kitas und Vereine“, sagt einer der Karnevalisten. Man könne es nicht weiter tragen bis Ende des Jahres abzuwarten, ob der Zug stattfinden kann oder nicht. „Das ist einfach zu riskant.“ Der „Express“ berichtete zuerst über die Absage.

Damit ist der Zollstocker Veilendienstagszug der erste größere Karnevalszug, der nun offiziell abgesagt wurde. „Sorry, jetzt sind wir die ersten hier in Köln. Aber einer muss es halt machen“, heißt es in dem Video. Die Zollstocker Karnevalisten vollziehen nun offiziell das, was wohl viele ohnehin schon befürchten.

Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet mahnt immer wieder zur Vorsicht bei der Planung von Karneval. „In diesem Corona-Jahr mussten und müssen wir alle auf Liebgewonnenes verzichten: Wenn Christen auf ein Osterfest in der Gemeinschaft, die Schützen auf ihr Schützenfest, Weintrinker auf ihr Weinfest, die Fußballfans auf ihre Stadionbesuche verzichten mussten, dann ist doch klar, dass auch der Karneval zur Disposition steht“, sagte der CDU-Politiker der „Bild am Sonntag“.

Ein erster Verein hatte bereits vergangene Woche verkündet, nicht am großen Rosenmontagszug in Köln teilzunehmen. „Zum jetzigen Zeitpunkt eine verbindliche Anmeldung für den Rosenmontagszug 2021 vorzunehmen, ohne über mögliche Abläufe informiert zu sein und somit auch ein finanzielles Risiko nicht abschätzen zu können, ist aus unserer Sicht gegenüber den Mitgliedern einer Familiengesellschaft nicht zu verantworten“, heißt es in der Pressemitteilung der Großen Mülheimer KG.

Bei einer Karnevalsveranstaltung in Gangelt im Kreis Heinsberg infizierten sich in diesem Jahr zahlreiche Besucher. In der kommenden Session rechnen die Karnevalisten dort nicht mehr mit einer Sitzung. „Selbst wenn es Vorgaben geben würde, unter denen es möglich wäre – man müsste die dann ja auch sicher einhalten können.“, sagte der Präsident des Gangelter Karnevalsvereins „Langbröker Dicke Flaa“.