Altweiber 2017 in der Region: Polizei zieht positive Bilanz

Polizei zieht Bilanz : Jecken in der Region feiern friedlich Altweiber

Die tollen Tage haben vergleichsweise ruhig begonnen - diese Bilanz zieht die Polizei in den Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf, aber auch in den anderen Städten in der Region. Jetzt richtet sich der Blick auf Rosenmontag.

In Mönchengladbach verlief Altweiber ruhiger als im Vorjahr, so die Polizei. Auf dem Konstantinplatz in Giesenkirchen hätten etwa 700 Personen gefeiert, darunter etwa 400 Jugendliche. Mit steigendem Alkoholpegel sei es am Abend zu mehreren gewalttätigten Auseinandersetzungen gekommen, bei denen die Polizei eingreifen musste. Auch in den Kneipen rund um den Alter Markt seien einige Narren am Abend aggressiv aufgefallen. Zu Straftaten sei es aber nicht gekommen. Insgesamt wurden drei Personen im Laufe des Tages in Gewahrsam genommen. Die Polizei führte zwei Gefährderansprachen durch, erteilte einen Platzverweis und schrieb neun Anzeigen, darunter zwei Sachbeschädigungen und sieben Körperverletzungsdelikte.

Aus Sicht der Krefelder Polizei verlief Altweiber "größtenteils friedlich". Starke Kräfte seien vor allem rund um das Uerdinger Festzelt, in Uerdingen Mitte und im Bereich des Von-der-Leyen-Platzes in der Stadtmitte im Einsatz gewesen. Im Festzelt habe die Polizei am Nachmittag mehrfach Auseinandersetzungen zwischen alkoholisierten Jugendlichen verhindern müssen. Bei einer Schlägerei vor dem Festzelt seien insgesamt drei Personen leicht verletzt worden. Die Polizei sprach hier einen Platzverweis aus und stellte eine Strafanzeige. Gegen 18 Uhr habe sich der Einsatzschwerpunkt der Polizei in die Straße "Am Röttgen" und den eines Supermarktes an der Kurfürstenstraße in Uerdingen verlagert. Hier sprachen die Beamten mehrere Platzverweise gegen alkoholisierte Personen aus. Bei Verkehrskontrollen wurden zwei betrunkene Fahrer und ein Fahrer unter Drogeneinfluss erwischt.

An den kommenden Karnevalstagen will die Polizei in Krefeld weiter verstärkt Präsenz zeigen. Am Tulpensonntag und Rosenmontag werden einige Beamte mit Maschinenpistolen bewaffnet auf Streife sein.

Die Viersener Polizei zog ebenfalls eine positive Bilanz. Man sei frühzeitig und konsequent eingeschritten und habe so schwere Straftaten verhindert. Die Beamten sprachen 79 Platzverweise aus, 27 mehr als im Vorjahr. 16 Personen wurden in Gewahrsam genommen. Bei Verkehrskontrollen musste ein Fahrer wegen Trunkenheit am Steuer seinen Führerschein abgeben. Zusätzlich zum Altweiber-Einsatz war die Polizei in Viersen ab dem Abend wegen des Sturms vermehrt im Einsatz.

Im Kreis Heinsberg wurde die Polizei zu 28 karnevalsbedingten Einsätzen gerufen. Es seien 29 Platzverweise ausgesprochen und fünf Personen in Gewahrsam genommen worden, teilte die Polizei mit. Es habe 13 Fälle von Körperverletzung gegeben, zwölf Personen wurden leicht verletzt. Eine junge Frau sei auf dem Johannismarkt in Erkelenz von einer Flasche am Kopf getroffen worden, sie musste im Krankenhaus behandelt werden. Zwei Autofahrer saßen unter Alkoholeinfluss am Steuer und mussten ihre Wagen stehen lassen. Bei einer Person fanden die Beamten auch Betäubungsmittel. Das Rauschgift sei sichergestellt worden und der Betroffene habe eine Anzeige erhalten.

Auch die Polizei in Köln hat eine zufriedene Altweiber-Bilanz gezogen. Polizeipräsident Jürgen Mathies sagte: "Ich freue mich, dass viele Menschen in Köln und Leverkusen friedlich feiern konnten. Die meisten Karnevalisten haben auf gefährlich aussehende Waffen verzichtet und so dazu beigetragen, gefährliche Verwechslungen und Kontrollen zu vermeiden."

In Köln zählte die Polizei 392 Platzverweise im Vergleich zu 504 im Vorjahr. 85 Menschen wurden vorläufig festgenommen oder in Gewahrsam genommen - im vergangenen Jahr waren es 184. Ein Grund dafür dürfte sein, dass diesmal weniger Menschen auf den Straßen waren als in den Vorjahren. Die Kölner Stadtverwaltung geht davon aus, dass die Sturmwarnung viele Leute abgehalten hat.

In der Düsseldorfer Altstadt stieg die Zahl der Platzverweise auf 239 (2016: 172). Dagegen ging die Zahl der Taschendiebstähle, Raub- und Sexualdelikte und Festnahmen gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Polizei war teils mit Maschinenpistolen bewaffnet und setzte außerdem zusätzliche Videokameras ein.

Hier gibt es alle Bilder von Altweiber in der Region.

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(lsa/lnw)
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