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Hunde dürfen auf Waldwegen frei laufen

Hunde dürfen auf Waldwegen frei laufen

Münster/Hilden "Das ist eine gute Nachricht für Hundehalter": Mit diesen Worten kommentierte Edda Hammerstein gestern den Ausgang ihres Verfahrens gegen die Stadt Hilden. Hammerstein war wegen der Anleinpflicht im Hildener Stadtwald bis vor das Oberverwaltungsgericht (OVG) gezogen und hat dort in der Berufung Recht bekommen. "Ich war mir einfach sicher, dass die Stadt nicht zuständig ist für die Waldwege", sagt die Hundehalterin, "und ich wollte sichergehen, dass ich kein Knöllchen zu befürchten habe, wenn mein Hund dort frei läuft." Das muss sie nun nicht mehr fürchten – ebenso wenig wie andere, die dort mit ihren Hunden spazieren gehen. "So lange die Hunde gut erzogen sind, ist das doch eine tolle Sache", sagt auch Hundefan Sandra Timm. "Immer nur auf der Hundewiese frei laufen – das hat mir noch nie gepasst."

Der Beschluss des OVG dürfte die Hundehalter im ganzen Land freuen: Etliche Kommunen haben für die Waldwege Anleinzwang ausgesprochen, an den sich nun niemand mehr zu halten braucht. Allerdings: Im Landeshundegesetz und im Forstgesetz ist geregelt, dass Hunde nur frei laufen dürfen, so lange sie andere Erholungssuchende nicht stören. Da das nicht kontrolliert werden kann, hatten viele Städte zum Leinenzwang gegriffen, um das Zusammenleben aller Erholungssuchenden im Wald zu erleichtern: Die Wege werden von Joggern, Radlern, Reitern, Familien mit Kindern und Hundehaltern gleichermaßen genutzt.

Die Stadt Hilden hat angekündigt, sich jetzt an die Forstbehörden wenden zu wollen – mit der Bitte, den gesamten Hildener Stadtwald zu einem "Erholungswald" zu deklarieren. In "Erholungswäldern" müssen Hunde angeleint sein. Ebenso wie in Wäldern, die zu Naturschutzgebieten erklärt worden sind wie etwa die Ohligser Heide in Solingen.

(RP)