1. NRW
  2. Hochschulen

Zurück zur Vollzeit-Online-Lehre an den Unis in NRW

Hochschule wieder im Online-Modus : Studium soll zurück ins Netz – und zwar grundsätzlich

Nach einer neuen Allgemeinverfügung des Landes sollen Hochschulen nun auf digitale Lehre umstellen.

In der Nacht zum Dienstag erreichte die Hochschulen in NRW eine neue Allgemeinverfügung des Landes, nach der sie „grundsätzlich auf digitale Lehre“ umstellen sollen. Die Folge: Die Corona-Task-Forces und Rektorate der Hochschulen und Universitäten tagten, um zu beraten, wie die Lehre nun zu gestalten sei. Denn an einigen Hochschulen fanden im Wintersemester – in entsprechend großen Hörsälen, kleinen Gruppen und Anwesenheitslisten zur Kontaktverfolgung – bisher durchaus Präsenzveranstaltungen statt.

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf reagierte als eine der ersten auf die neue Allgemeinverfügung mit einer Streichung aller Präsenzangebote mit sofortiger Wirkung. In einer Mail wandte sich Rektorin Anja Steinbeck an alle Studierenden, Lehrenden und Mitarbeiter. Ausnahmen gelten für Laborpraktika oder auch den Unterricht am Krankenbett. „Ausgenommen sind zudem bereits laufende Veranstaltungen für Erstsemester in Bachelor- und Staatsexamen-Studiengängen“, so Steinbeck. Auch Prüfungen dürfen stattfinden, und die Bibliothek bleibt geöffnet. „Anders als im Sommersemester sind unsere Lehrenden und Studierenden nun sehr viel besser auf die digitale Lehre vorbereitet“, sagt Achim Zolke, Sprecher der Heinrich-Heine-Universität. „Wir können also sofort umswitchen. Schade ist natürlich, dass nun auch diejenigen, die in den Hörsaal gedurft hätten, wieder zu Hause bleiben müssen.“ Dabei habe die Präsenzlehre im Oktober und November gut funktioniert.

Keine Änderungen gibt es für die Studierenden an der Uni Münster: Dort hatte man sich mit dem Start ins Wintersemester von vornherein dazu entschieden, alle Lehrveranstaltungen digital anzubieten. Auch an der Uni Duisburg-Essen hat man die Lehre ohnehin schon fast ausschließlich digital abgehalten.