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Rhine Ruhr 2025 FISU World University Games kommen in die Region

World University Games : Studierende aus aller Welt kommen zur Olympiade an Rhein und Ruhr

Die Hochschulen der Region freuen sich auf ein Großereignis: Sie haben den Zuschlag für die Universitäts-Spiele 2025 bekommen. 8000 Studierende aus aller Welt kommen dann nach Düsseldorf und Umgebung. Sportlicher Wettkampf und soziales Miteinander stehen im Fokus.

Top-Zuschlag für die Hochschulregion: Die World University Games machen in vier Jahren Station an Rhein und Ruhr. Der Weltverband des Hochschulsports (FISU  Féderation Internationale du Sport Universitaire) hat  nach über 35 Jahren die drittgrößte Multisportveranstaltung der Welt erstmalig wieder nach Deutschland geholt. Die World University Games – früher Universiade genannt – rangieren als Großereignis direkt nach Sommer- und Winter-Olympiade. Studierende aus aller Welt werden 2025 für rund zehn Tage zu Gast in Nordrhein-Westfalen sein. Laut Bundes-Innenministerium sind neben Düsseldorf und Essen auch die Städte, Duisburg, Krefeld, Mülheim und Bochum mit im Boot.

Und die jungen Besucher werden in der Region mit offenen Armen empfangen: „In und um Düsseldorf werden rund 8000 Studierende aus allen Kontinenten antreten und uns mit sportlichen Höhepunkten begeistern“, freut sich Anja Steinbeck, Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und Vorstandsvorsitzende der Wissensregion Düsseldorf. Es gehe dabei um Begegnung, Vitalität, gemeinsames Jubeln und Feiern. „In dieser Hinsicht haben wir wirklich lange auf gute Nachrichten gewartet.“

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Mit Studierenden aus anderen Ländern haben die Universitäten in NRW Erfahrung: Alleine an den Düsseldorfer Hochschulen studieren über 7000 internationale junge Menschen, in ganz NRW sind es rund 95.000. Wer mitmachen möchte bei den Hochschul-Spielen, muss nur zwei Kriterien erfüllen: Er darf höchstens 25 Jahre alt sein und muss als Studierender  an einer Hochschule eingeschrieben sein. Der Studiengang ist unerheblich. Die Teilnehmer müssen keine angehenden Leistungs- oder Profisportler sein. Ob sie Physik oder Geschichte studieren ist völlig egal. Im Mittelpunkt steht neben den sportliche Wettkämpfen vor allem das soziale Miteinander.

„Betreuer und Trainer mit eingerechnet, werden rund 10.000 junge Menschen in unsere Region kommen. Das ist eine große Sache, und da ist  jede Menge Raum für Begegnung“, schwärmt Christina Rauh. Die stellvertretende Geschäftsführerin des Vereins zur Förderung der Wissensregion Düsseldorf sieht viele Möglichkeiten des Austauschs. Natürlich gehe es zunächst um den sportliche Wetteifer. „Aber es wird auch ein großes Rahmenprogramm geben, das kulturelle und touristische Aspekte einbezieht, und auch Wirtschaft und Wissenschaft“, so Rauh. Dies sei neu bei den Sportspielen an Rhein und Ruhr. Der Leistungssport soll nicht alleiniger Schwerpunkt werden.

Die Region als internationales Schaufenster, diese Gelegenheit möchte auch die Wirtschaft nutzen. „Und natürlich hoffen wir, dass einige der Sportler und Sportlerinnen nach ihrem Studium zurückkommen werden und hier weiter forschen und arbeiten wollen“, sagt IHK-Geschäftsführer Gregor Berghausen in  der Pressemitteilung der Wissensregion Düsseldorf.

Ein wichtiges Argument für den Zuschlag der FISU an die Region war das nachhaltige Nutzungskonzept, das die Planer vorlegten. So sind keine neue „Prachtbauten“ für die studentische Olympiade geplant. Vielmehr sollen vorhandene Ressourcen genutzt werden. An den Standorten Düsseldorf, Duisburg-Essen und Bochum werden bestehende Sportstätten entsprechend aufgerüstet. In vier Jahren sollen sie moderne Austragungsorte sein, die auf dem aktuellen Stand der Technik sind. „Davon profitieren nicht nur die Hochschulen, sondern auch das Handwerk und der Wirtschaftsstandort als solcher“, schreibt der Verein Wissensregion Düsseldorf in seiner Mitteilung.

Die Universiade, wie sie früher hieß, hat eine lange Tradition: Erstmalig fanden junge Sportler aus aller Welt 1959 im italienischen Turin zusammen. Seitdem wird das Großereignis im Wechsel mit den Weltmeisterschaften alle zwei Jahre ausgetragen, mal als Sommerspiele, mal im Winter. Ausrichter ist von Beginn an die Fédération Internationale du Sport Universitaire (FISU). Austragungsorte gab es in den vergangenen Jahrzehnten auf allen Kontinenten: Mexiko, Tokio, Moskau, Taipeh – die Liste ist ebenso lang wie exotisch. In Deutschland war die Universiade zuletzt 1989 in Duisburg zu Gast.

Die Sportarten sind ebenso vielfältig wie die Austragungsorte: Ballsportarten (Tischtennis, Volley-oder Basketball), Wassersport (Schwimmen, Wasserball), Leichtathletik, Fechten, Gymnastik oder Taekwondo, jeder Sportler kann sich seine Lieblingsdisziplin aussuchen.

Und wo werden die internationalen Gäste wohnen, wenn sie 2025 an Rhein und Ruhr kommen? „Ein größeres Bauprojekt, etwa ein Olympisches Dorf, wird es nicht geben“, erklärt Christina Rauh. Dies widerspreche dem nachhaltigen Nutzungskonzept. Vielmehr sollen Hotels und die Messe einbezogen werden. Die Stadt und die Tourismusbranche seien ohnehin mit im Boot. Außerdem möchte man über verschiedene Kanäle wie etwa Wohnungsbörsen Übernachtungsmöglichkeiten für die vielen jungen Gäste anbieten.

Die Auftaktveranstaltung soll nach aktuellem Planungsstand in der Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena stattfinden.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hatten wir einen falschen Namen des Düsseldorfer Stadions verwendet. Wir haben das korrigiert.