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Musikforschung: Unesco-Lehrstuhl in Weimar bleibt erhalten

Musikforschung : Weimarer Unesco-Lehrstuhl für Musik bleibt erhalten

Die Musikhochschule „Franz Liszt“ bleibt Sitz des Unesco-Lehrstuhls für transkulturelle Musikforschung. Die internationalen Projekte erfreuen sich auch im Netz großer Beliebtheit.

(epd) Der Unesco-Lehrstuhl für Transkulturelle Musikforschung („Transcultural Music Studies“) der Weimarer Musikhochschule Franz Liszt ist für vier weitere Jahre gesichert. Diese Entscheidung habe das Generalsekretariat der Kulturorganisation der Vereinten Nationen in Paris getroffen, teilte die Hochschule in der Klassikerstadt diese Woche mit. Vorausgegangen sei eine Ende 2020 abgeschlossene Evaluation. Die traditionsreiche Hochschule für Musik verfügt damit weiter über den weltweit ersten und bisher einzigen musikbezogenen Unesco-Lehrstuhl in Deutschland.

Damit könne mit den weltumspannenden Projekten ganz offiziell unter den Vorzeichen der Vereinten Nationen fortgefahren werden. Zudem könnten neue, für die Hochschule wichtige internationale Partnerschaften angegangen und umgesetzt werden, sagte Lehrstuhlinhaber Tiago de Oliveira Pinto. Internationalität, kulturelle Vielfalt und innovative Ansätze seien die Bereiche, mit denen der Lehrstuhl der Hochschule wichtige Impulse gegeben und auch über Weimar hinaus auf sich aufmerksam gemacht habe, fügte der Professor hinzu.

Als Teil des Instituts für Musikwissenschaft Weimar-Jena kämen die Lehrveranstaltungen den Studierenden in den wissenschaftlichen, pädagogischen und künstlerischen Studiengängen sowie auch dem Kulturmanagement zugute. Eine Vielzahl von Projekten sei seit 2017 auf Videos dokumentiert und auf dem Youtube-Kanal der Hochschule veröffentlicht worden. Die Videos erfreuten sich international mit millionenfachen Aufrufen großer Beliebtheit, erklärte ein Hochschulsprecher.