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Die Verhandlungspartner beim Streik in der Düsseldorfer Uniklinik müssen sich schleunigst einigen

Kommentar : Schnelles Streik-Ende

Der Streik der Pflegekräfte an der Uniklinik ist unverhältnismäßig.

Der Streik gehört zum legitimen Mittel der Arbeitnehmer, höhere Löhne durchzusetzen. Aber die Streikenden müssen immer die Verhältnismäßigkeit ihrer Aktion bedenken. Rücksichtslose Arbeitskämpfe gefährden nicht nur den sozialen Frieden, sondern können auch Unternehmen, Branchen und eine ganze Wirtschaft ruinieren.

Der Streik an der Düsseldorfer Uniklinik gehört zu der Kategorie, wo sich auch Wohlmeinende fragen, ob hier der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit noch eingehalten wird. Oder ob es der Gewerkschaft Verdi darum geht, mit radikalen Forderungen für neue Mitglieder attraktiver zu werden. Denn die Weigerung, über neue Stellen im Pflegebereich überhaupt nur zu diskutieren, spricht Bände.

Dabei hat Verdi nicht einmal Unrecht. Denn die Versorgungssituation in deutschen Krankenhäusern mit Pflegekräften ist katastrophal. Mit unverhältnismäßigen Streiks wird die Gewerkschaft aber ihr Ziel kaum erreichen. Deshalb ist eine Schlichtung dringend erforderlich. Deshalb muss die Landesregierung eine unabhängige Person dafür finden.