Moers: Was wir an Moers so lieben . . .

Moers: Was wir an Moers so lieben . . .

Was lieben die Jugendlichen von heute an der Stadt? Was nehmen sie mit, wenn es sie nach der Schule in die Ferne treibt?

Moers zu lieben fällt leicht! Ist so! Weil unsere kleine - okay, mittelgroße - Kommune sich überhaupt nicht verstecken muss. Offensichtlich sind wir eine Stadt, die jede Menge Lebensqualität bietet. Schlafstadt? Nö! Wohnstadt? Ja!

Moers hat viel, was das Leben auch für zugezogene Großstädter lebenswert macht: viel Grün, Kultur, einen gesunden Einzelhandel, eine gute Verkehrsanbindung, tolle Vereine, kultige Kneipen, trendige Lokale ... Die "We love"-Liste ließe sich weiter fortsetzen. Unendlich wahrscheinlich, weil die Frage, wen oder was wir lieben und was uns in Erinnerung bleibt - egal, ob wir fortziehen oder bleiben -, nun einmal eine individuelle ist. Sicher ist: Liebe bemisst sich nicht an Fakten oder "Haben wir, haben wir nicht"-Strichlisten.

Wibke Bils empfiehlt das Moerser Kino, ... Foto: Julia Hagenacker

Die Liebe zur Heimatstadt speist sich aus Erlebtem und Erinnerungen. Zum Start in den Frühling wollen wir versuchen, diesem besonderen Gefühl auf die Spur zu kommen. Schreiben Sie mir gerne, an welchem Ort in Moers es bei Ihnen früher im Bauch kribbelt?

... Jana Rösch das "School Battle" in der Enni-Eventhalle. Foto: Julia Hagenacker

Moritz Kral, Franka Scholz, Wibke Bils und Jana Rösch sind 17 Jahre alt. Alle vier besuchen das Gymnasium Adolfinum und starten in den nächsten Wochen in die Abiturprüfungen. Das heißt, alle vier haben einen Plan vom und fürs Leben, und alle haben ein Bild von Moers. "Das Café Extrablatt ist ein echter Lieblingsreffpunkt", sagt Franka Scholz. "Einfach dort sitzen, quatschen und Leute gucken - das machen wir wirklich sehr gerne und oft." Dass das "erst" seit 15 Jahren möglich ist, müssen die Schüler die nicht wissen. 2003 zog die Café-Kette in das denkmalgeschützte Haus Schultze am Moerser Altmarkt. Vorher war dort ein Textilgeschäft.

Franka Scholz mag das Café Extrablatt am Altmarkt. Foto: Julia Hagenacker
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Echte Diskotheken gab und gibt es in Moers keine Hand voll. Das ehemalige PM, das jetzt Generation heißt, und der Prince Harrie Club (ehemals Kobra) fallen den Gymnasiasten beim Gedanken an "Feiern und Tanzen" spontan ein. "Ein etwas größeres Angebot in dem Bereich wäre schon schön", sagt Jana Rösch.

Moritz Kral wünscht sich einen Kulturtreffpunkt für Junge. Foto: Julia Hagenacker

Moritz Kral wünscht sich einen zusätzlichen Kulturtreffpunkt für junge Leute. "Ich finde es cool, dass es in der Röhre Konzerte gibt", sagt er. Vom Alter her sei das Publikum dort aber eher gemischt. "Gut fände ich auch, wenn die Kirchengemeinden mehr für Jugendliche anbieten würden - auch für die, die nicht Mitglied sind. Und mehr Proberäume für Bands wären nicht schlecht."

Das Bollwerk 107, das Café Mondrian am Kastellplatz, im Sommer das Bettenkamper Meer und natürlich der Schlosspark: Moers habe schon einige Lieblingsplätze zu bieten, sagen die vier Abiturienten. Einen echten Geheimtipp haben sie aber auch noch parat: das Atlantic-Kino an der Haagstraße. "Es ist klein, aber gemütlich", sagt Wibke Bils. "Und abgesehen davon sind die Preise für Schüler erschwinglich."

(RP)