Gefahr durch Schilder in Köln

Gefahr durch Schilder in Köln

köln (hhf) Mehr als die Hälfte aller Schilderbrücken über Kölns Straßen sind marode und sanierungsbedürftig. Das hat eine Analyse der Stadt ergeben. Deshalb sollen ab sofort, etliche Verkehrsschilder abgerissen und neu aufgebaut werden. "Aus Gründen der Verkehrssicherheit und der Verkehrsversicherungspflicht" sei die Sanierung "unaufschiebbar", heißt es in einer Beschlussvorlage, die kommende Woche vom Verkehrsausschuss verabschiedet werden soll.

Eine Prüfung der Standsicherheit (nach DIN 1076) von 80 der 120 Schilderbrücken in der Domstadt ergab, dass die meisten Bauwerke 30 Jahre und älter sind. Die übliche Lebensdauer wird je nach Konstruktion mit 25 bis 50 Jahren angegeben. Die meisten dieser Bauwerke in Köln sind "unter Flur" montiert; das heißt, dass sich ein Teil des Pfostens sowie die Bodenplatte und das Fundament im Erdreich befinden. Durch fehlende Durchlüftungs- und Entwässerungsmöglichkeiten seien 60 Prozent der Bauwerke so stark korrodiert, dass sie abgerissen werden müssten, stellten die Prüfer fest. Gleichzeitig will die Verwaltung prüfen, ob alle Standorte durch kostengünstigere seitliche Aufsteller ersetzt werden können. Das sei aber "nur auf Einzelfälle beschränkt", da "die freie Sicht und die Spurführung nicht beeinträchtigt werden" dürften, wie es in der Vorlage heißt. Demontierte Brücken nicht zu ersetzen, kommt für die Fachverwaltung nicht infrage: Das würde zu "erheblichen Behinderungen" führen, "weil für Ortsfremde die Orientierung fehlt". Der Neubau einer Brücke kostet etwa 30 000 Euro, rechnet die Verwaltung. 500 000 Euro will die Stadt sofort bereitstellen. Insgesamt werde die Sanierung aber 1,4 Millionen Euro kosten.

(RP)
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