Galerie Hans Mayer eröffnet wieder zur DC Open 2011

Galerie Hans Mayer eröffnet wieder zur DC Open 2011

Die Sammler, die Städte, das Land, die Galeristen – alle sind an Bord, um an der Strahlkraft des Rheinlandes aufs internationale Kunstpublikum zu arbeiten. Am 9. September geht nun zum dritten Mal das gemeinsame Herbst-Opening der Galerien in Düsseldorf und Köln an den Start. Erneut laden rund 70 Düsseldorfer und Kölner Galerien die internationale Kunstszene zum Eröffnungswochenende. Ziel dieser metropolenübergreifenden Initiative sei es, so Wolfgang Gmyrek, Sprecher der Düsseldorfer Galeristenvereinigung, selbstbewusst das Bekenntnis zur Rheinschiene, zu ihrer Historie, ihren kulturellen Wurzeln sowie zu ihren vielfältigen Zukunftsoptionen fortzusetzen. "Wir wollen uns im Rheinland mit unserer konstant starken Position im aktuellen Kunstgeschehen behaupten."

Die DC Open 2011 setzt auf Avantgarde, und viele Galeristen zeigen junge Kunst. So ist in Düsseldorf bei Voss die Fotokünstlerin Claudia Rogge mit "Final Friday" zu sehen. Die Galerie Gmyrek zeigt die junge Künstlerin und Mutter Miriam Vlaming. In der Galerie Schönewaldt ist der Grevenbroicher Wilhelm Mundt vertreten und bei Sies+Höke der Belgier Kris Martin. Als Höhepunkt gilt die Wiedereröffnung der Galerie Hans Mayer gegenüber der Kunstsammlung am Grabbeplatz. Mayer nennt seine Schau schlicht "Kunstakademie Düsseldorf" und spielt damit auf die traditionelle Avantgarderolle der Kunst im Rheinland an.

Um attraktiv für Sammler aus aller Welt zu sein, zumal da diesmal zeitgleich mit der ABC-Messe Konkurrenz aus Berlin droht, laden die Galeristen zu einem Collector's Dinner ein. Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr im Kölner Museum für Angewandte Kunst sind diesmal Düsseldorf und die Langen Foundation die Ausrichter. Die Langen Foundation, das Kunst- und Ausstellungshaus seit 2004 auf dem Areal der Raketenstation Neuss beheimatet, "ist ein herausragendes Beispiel für privat initiiertes kulturelles Engagement", sagt Gmyrek. Zum Dinner am Samstagabend werden 700 Gäste aus Skandinavien, Italien, Frankreich, Benelux, aus dem Rheinland und dem gesamten Bundesgebiet erwartet. "Wir wollen so das Rheinland als attraktiven Standort der Galerien und des Kunsthandels verkaufen, Kontakte stärken und eine große Aufmerksamkeit erreichen", heißt es.

Auch dieses Jahr investiert das Wirtschaftsministerium in den künstlerischen Schulterschluss. Die Schirmherrschaft hat Minister Harry K. Voigtsberger übernommen. Als Budget stehen 150 000 Euro zur Verfügung, davon tragen die Galeristen die Hälfte. Sie alle und auch das Land wollen das Rheinland stärker als eine Kulturmetropole vermarkten und sich auf die gewachsenen Marktkräfte der Region mit ihrer Sammlertradition konzentrieren. Wolfgang Gmyrek sieht gegenüber Berlin auch in Zukunft einen großen Vorteil: "Das katholisch-kulturelle Milieu hier ist wesentlich kunstfreundlicher als das preußisch- protestantisch geprägte in Berlin. Es ist nur vernünftig, die Rheinachse zu etablieren, an einem Strang zu ziehen und das nach außen zu kommunizieren."

www.dc-open.de

(RP)
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