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Dortmund Zoo: Fünf Zwergotter geboren - Malou und Kon haben Nachwuchs

Jungtiere machen erste Ausflüge : Zwergotter im Dortmunder Zoo haben Nachwuchs bekommen

Die fünf Jungtiere im Dortmunder Zoo entwickeln sich gut und machen ihre ersten Ausflüge aus dem Nest. Es ist der erste Nachwuchs des mit zweieinhalb Jahren noch jungen Zwergotter-Paars Malou und Kon.

Im Zoo Dortmund gibt es putzigen Nachwuchs: Am 5. und 6. November brachte das Zwergotter-Weibchen Malou fünf Jungtiere zur Welt. Das gab der Zoo am Dienstag auf seiner Facebook-Seite bekannt. Die Tragzeit betrug etwa 60 Tage.

Die Baby-Zwergotter entwickeln sich „sehr gut und ganz typisch für ihre Art“, heißt es in dem Beitrag. Geboren werden Zwergotter mit geschlossenen Augen. Die ersten Lebenswochen verstecken sie sich in ihrem Nest. Erst im Alter von etwa 35 Tagen öffnen die Jungtiere ihre Augen. Das Nest verlassen die Heranwachsenden erstmals zwischen dem 40. und 70. Lebenstag. Mittlerweile, so berichtet der Zoo, sei der Nachwuchs regelmäßig auf immer längeren Ausflügen unterwegs.

Dass die beiden Elterntiere ihren Nachwuchs gemeinsam aufziehen, sei nicht selbstverständlich, führt die Stadt Dortmund, Träger des Zoos, in einer Pressemitteilung aus: „Es kommt durchaus vor, dass die werdende Mutter den Vater kurz vor der Geburt vertreibt und zunächst nicht zu den Jungtieren lässt.“ Doch bei Malou und Kon (beide etwa 2,5 Jahre alt) ist das anders – obwohl sie erst seit Juni vergangenen Jahres zusammen leben und das ihr erster Nachwuchs ist.

„Beide beteiligen sich an der Aufzucht des Nachwuchses, tragen diesen umher, wenn nötig, putzen die Jungtiere regelmäßig und spielen viel mit ihnen“, berichtet der Zoo. Vater Kon habe immer ein Auge auf seine Jungtiere und sei bemüht diese bei Ausflügen zusammenzuhalten. „Sobald ein Jungtier ruft, ist er gleich zur Stelle.“ Mutter Malou sei hingegen schon entspannter und routinierter. Wenn sie den Nachwuchs säugt oder dieser schläft, nutzt Kon die Zeit um das Nest – eingerichtet in einem hohlen Baumstamm – auszubauen.

Zwergotter gelten als gesellige Tiere, die den Körperkontakt zueinander suchen. Die Tiere geben ihr Futter unter anderem von Mund zu Mund an Familienmitglieder weiter. Das erinnert dann an einen menschlichen Kuss. Zwischen dem 49. und 85. Lebenstag beginnen Zwergotter, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Die Jungtiere in Dortmund versuchen sich bereits daran.

Zwergotter stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN. Sie werden als „gefährdet“ eingestuft.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So niedlich sind die Zwergotter-Jungtiere im Zoo Dortmund

(capf)