Gastro-Test in Düsseldorf Restaurant Secreto in Pempelfort - spanische Klassiker und viel Neues

Pempelfort · Im Secreto in Düsseldorf-Pempelfort wird eine umfangreiche Auswahl an spanischen Tapas und Weinen angeboten. Der Fokus liegt auf selbst gemachten Gerichten.

 Christian Jose Guillermo Arnesen bietet die Tapas auf der Karte in unterschiedliche Kategorien unterteilt: klassisch, vegetarisch, mit Fleisch oder mit Meeresfrüchten.

Christian Jose Guillermo Arnesen bietet die Tapas auf der Karte in unterschiedliche Kategorien unterteilt: klassisch, vegetarisch, mit Fleisch oder mit Meeresfrüchten.

Foto: Döring, Olaf (od)

Mit Blick auf die Nordstraße liegt das Secreto sehr zentral in der Nähe von Pempelfort‘s Einkaufsstraße. Mitte Mai hat das Tapas-Restaurant in der Goebelstraße geöffnet.

Was ist das Konzept? Das Restaurant will spanisches Flair nach Düsseldorf bringen und Tapas-Abende wie in Madrid oder Sevilla mit ausgelesenen Weinen anbieten. Der Fokus liegt darauf, dass die Speisen qualitativ und selbst gemacht sind. Sowohl bekannte Weine als auch von familiären Weingütern stehen auf der großen Weinkarte.

Wie ist das Ambiente? Auch an einem Mittwochabend ist es im Secreto voll, jeder Tisch ist besetzt und es herrscht eine ausgelassene Stimmung. Die Wände im Restaurant sind in grün gehalten, die Einrichtung in schwarz und dunkelgrün. In der Mitte des Raumes steht ein kleiner Baum, an den Wänden hängen bunte sowie schwarz-weiße Bilder. Durch die großen Fenster wirkt es gemütlich. Nach umfangreichen Arbeiten ist der Raum mit 48 Plätzen entstanden. Auch draußen sind bei gutem Wetter Plätze verfügbar. Die Einrichtung ist stimmig, das Personal sehr nett und zuvorkommend.

Was steht auf der Karte? Das Angebot im Secreto ist vielfältig, die Tapas auf der Karte in unterschiedliche Kategorien unterteilt: klassisch, vegetarisch, mit Fleisch oder mit Meeresfrüchten. Zu den Klassikern gehören laut Karte unter anderem Knoblauch-Dip mit Brot (3,50 Euro), Hinterschinken vom Ibérico Schwein (13,90 Euro) und Manchego-Käse (8,90 Euro). Auch Patatas bravas (6,90 Euro), Pimientos de Padrón (6,90 Euro), Champignons mit Kräutern (7,90 Euro) und Rindfleischbällchen in einer Weißwein-Safran Sauce (12,90 Euro) stehen auf der Karte.

Mit Fleisch werden außerdem auch gegrillte Chorizo (6,90 Euro), Schweinefilet in Brandy flambiert, mit Rosinen und geschmorte Zwiebeln (13,90 Euro) und hausgemachte Hähnchen-Kroketten (10,90 Euro) angeboten. Auch frittierte Tintenfischringe (8,90 Euro), Garnelen in Knoblauchöl (13,90 Euro) und Oktopus nach Galicischer Art können probiert werden (18,90 Euro).

Auf der umfangreichen Weinkarte kann zwischen vielen Rot- und Weißweinen entschieden werden, die entweder im Glas oder als Flasche serviert werden. Gäste, die sich bei der Wahl unsicher sind, können das Personal fragen, das ihnen den passenden Wein zu den Tapas empfehlen kann.

Wie schmeckt‘s? Wir haben uns bei unserem Besuch durch die Tapas-Karte getestet. Zum Einstieg wählten wir Knoblauch-Dip und Brot. Das Brot wurde warm serviert und war sehr fluffig, bei dem Dip war der Knoblauch dominant, aber lecker. Als nächstes wurden die Oliven (4,90 Euro) und Patatas bravas, also Bratkartoffeln in scharfer Sauce, serviert. Die Sauce war scharf, aber in Kombination mit den Kartoffeln sehr stimmig, die Portion war recht groß. Auch die Oliven wurden in einer großen Portion serviert und schmeckten gut. Die Pimientos de Padrón, also kleine grüne Bratpaprika mit groben Meersalz, waren gut gesalzen und schmeckten stimmig. Die Champignons mit Kräutern waren ebenfalls lecker und nicht zu ölig. Fünf hausgemachte Hähnchen-Kroketten wurden serviert, die eine leckere Füllung hatten und sehr cremig waren. Auf Rückfrage erklärte das Personal, dass das an der Bechamelsoße liege.

Was ist besonders? Die Eltern von Betreiber Juan Sanchez kommen aus Galicien und La Mancha und haben ihm viel aus ihrer Heimat mitgegeben. Das zeigt sich auch in den Gerichten. So wird zum Teil nach den Rezepten seiner Mutter gekocht, die in den 1980er-Jahren einen Feinkostladen betrieben hat. Für Chefkoch Christian Guillermo ist es das erste Projekt in Deutschland, er kommt ursprünglich aus Teneriffa. Neben Klassikern kann auch viel Neues probiert werden. Im Secreto wird alles selbst hergestellt. In Essen betreibt Sanchez bereits ein Tapas-Restaurant und einen Bio-Burger-Laden.

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