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Hof Schulze Blasum in Werne: Spargel-Damm mieten oder selber stechen

Besonderer Service : Spargel spontan selber stechen oder Damm mieten auf Hof in Werne

Ein eigenes Stück Spargeldamm mieten oder zum Spontan-Stechen kommen - ein Spargelhof in Werne bietet Privatleuten einen besonderen Service rund um das beliebte Gemüse an. Die Idee wurde letztes Jahr wegen mangelnder Erntehelfer geboren.

„Die Idee hatten wir im vergangenen Jahr, als wir wegen der Corona-Einschränkungen zu wenig Erntehelfer hatten, um all unseren Spargel zu ernten. Die Aktion kam so toll bei den Menschen an, dass wir sie in diesem Jahr wiederholen, obwohl wir jetzt genügend Helfer haben“, sagt Katharina Laurenz, Chefin beim „Hof Schulze Blasum“ im Kreis Unna. Sie bewirtschaftet gemeinsam mit ihrem Ehemann eine Gesamt-Spargelfläche von rund 14 Hektar.

 Privatpersonen können sich auf dem „Hof Schulze Blasum“ ein zehn Meter langes Stück Spargeldamm für einen begrenzten Zeitraum mieten oder zum Spontan-Stechen kommen.
Privatpersonen können sich auf dem „Hof Schulze Blasum“ ein zehn Meter langes Stück Spargeldamm für einen begrenzten Zeitraum mieten oder zum Spontan-Stechen kommen. Foto: dpa/Friso Gentsch

Und so funktioniert es: Privatpersonen können sich ein zehn Meter langes Stück Spargeldamm für einen begrenzten Zeitraum mieten, das um jeweils weitere fünf Meter verlängert werden kann. „Wann immer die Menschen wollen, können sie auf diesem Stück ihren Spargel selbst ernten“, erläutert Laurenz. Insgesamt 100 Dammstücke habe man so an den Mann, die Frau oder eine ganze Familie gebracht. „Wir vermieten immer die Damm-Enden, um die Abstände wegen der Corona-Vorschriften besser einzuhalten zu können.“ Ein negativer Corona-Test ist für die eigene Spargelernte übrigens nicht nötig, aber das Tragen einer Schutzmaske ist obligatorisch.

Wer sich keinen eigenes Spargel-Dammstück mieten will, kann auch an drei Sonntagen (16. Mai, 30. Mai, 6. Juni) ohne Anmeldung zum „Spontan-Stechen“ kommen. Das zur Ernte erforderliche Werkzeug wird gestellt, und die Hobbybauern bekommen eine kurze Einweisung und können sich ein Erklärvideo anschauen. Nach dem Stechen wird der Spargel gewogen. Fünf Euro kostet das Kilogramm. Das funktioniere gut, meint Laurenz. „Und wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Wertschätzung für die Landwirtschaft, die Erntehelfer und die Produkte steigt, wenn die Menschen ihren Spargel selbst ernten.“

(siev/dpa)