Düsseldorf: Flüchtlings-Container werden knapp und teuer

Düsseldorf: Flüchtlings-Container werden knapp und teuer

Wegen der steigenden Flüchtlingszahlen in Nordrhein-Westfalen bestellen Kommunen im Moment in großem Umfang Wohncontainer. Die Folge: Lieferengpässe und steigende Preise. "Immer mehr Städte geraten dadurch massiv unter Druck", sagt Alexander Handschuh vom Deutschen Städte- und Gemeindebund. "Wenn der vorhandene Wohnraum nicht genutzt werden kann, wird es für viele Kommunen zu teuer."

In Mönchengladbach sind derzeit 80 Flüchtlinge in Wohncontainern untergebracht, die zuvor in den Niederlanden als Seniorenheim genutzt wurden. "Die Anlage besteht aus mehreren Modulen und konnte entsprechend umfunktioniert werden", sagt Stadtsprecher Wolfgang Speen. Zusätzliche, gebrauchte Container wurden bereits bestellt und sollen innerhalb der nächsten Monate bereitstehen. "Durch den Engpass an neuen Containern mussten wir uns nach preisgünstigen Alternativen umsehen", sagt Speen. Insgesamt kostet die Anlage rund 1,5 Millionen Euro. Auch die Stadt Leverkusen spürt die hohe Nachfrage nach Containern. Dort werden derzeit mehrere Standorte zur Unterbringung von Flüchtlingen geprüft. Die Zahl der Angebote für Container sei jedoch überschaubar, sagte eine Stadtsprecherin.

In Düsseldorf gibt es keine Engpässe. Die Landeshauptstadt plant 13 neue Containersiedlungen für je 200 Menschen. Bislang sind dort 200 Flüchtlinge in Containern untergebracht. Die Mietkosen für die bereits bestehende Anlage belaufen sich auf rund 79 000 Euro monatlich. "Bei den zusätzlichen Container-Siedlungen rechnen wir mit ähnlichen Kosten", sagt Sprecher Michael Bergmann - insgesamt also mehr als 1,1 Millionen Euro pro Monat. Die ersten Anlagen sollen Ende August bezugsfertig sein.

(mro)
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