1. NRW

Feuer in Hotelzimmer – Großeinsatz am Seestern

Feuer in Hotelzimmer – Großeinsatz am Seestern

Auf rund 70 000 Euro schätzt die Feuerwehr den Schaden, der gestern im Lindner Congress Hotel an der Emmanuel-Leutze-Straße entstanden ist. Die gute Nachricht: Bei dem Brand in einem Appartement wurde niemand verletzt.

Gegen 11.30 Uhr hatte gestern Vormittag die automatische Brandmeldeanlage des Hotels Alarm ausgelöst, der unmittelbar bei der Leitstelle der Feuerwehr an der Hüttenstraße aufläuft. Dort setzten die Beamten sofort ein Großaufgebot in Gang. Denn das Congress-Hotel am Seestern hat 19 Etagen – ein Hochhaus, für das eine besondere Alarm- und Ausrückordnung gilt.

Ein Löschzug (fünf Einsatzfahrzeuge, darunter ein Rettungsfahrzeug) startete sofort von der Wache Quirinstraße, ein zusätzliches Löschfahrzeug rückte von der Wache Münsterstraße aus. Sowie die Feuerwehrleute vor Ort einen tatsächlichen Brand entdeckten – viel häufiger stellen sie in der derartigen Objekten lediglich einen Fehler an der automatischen Meldeanlage fest – schickte die Leitstelle Verstärkung nach dem Alarmplan "Feuer Hochhaus": Zwei weitere Löschzüge, mehrere Sonderfahrzeuge und zusätzliche Kräfte des Rettungsdienstes wurden vor dem Hotel bereitgestellt.

In einem derzeit nicht vermieteten Appartement im zehnten Stockwerk des Hotels war aus unklarer Ursache ein Feuer in der Kitchenette ausgebrochen. Der Qualm hatte sich bereits auf die Flure und auch in die darüberliegenden Zimmer bis ins oberste Stockwerk ausgebreitet, als die Feuerwehr eintraf.

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Während das Feuer selbst schnell gelöscht war, nahm die Belüftung der betroffenen Räume rund zweieinhalb Stunden in Anspruch. Die Feuerwehr kontrollierte sämtliche Zimmer in den Etagen zehn bis 19, setzte spezielle Elektrolüfter ein, um den giftigen Brandrauch aus dem Gebäude zu treiben.

Hochhaus-Alarme stellen die Feuerwehr immer vor besondere Herausforderungen. Die Einsätze in Gebäuden mit mehr als zehn Stockwerken werden deshalb regelmäßig geübt.

(RP)