Olsberg: Ermittlungen gegen Kampfpiloten

Olsberg: Ermittlungen gegen Kampfpiloten

Gegen die Piloten der zwei Bundeswehr-Kampfjets wird laut Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Die beiden Insassen der bei einer Luftwaffenübung im Sauerland abgestürzten Privatmaschine sind nach Einschätzung der Polizei tot. "Wir gehen inzwischen davon aus, dass beide nicht überlebt haben", sagte ein Sprecher. Am Wrack waren Leichenteile gefunden worden. Die an der Übung beteiligte Privatmaschine war vorgestern in 2500 Metern Höhe mit einem Eurofighter der Bundeswehr kollidiert und hinter Olsberg-Elpe abgestürzt.

Die 50 und 43 Jahre alten Männer waren ehemalige Militärpiloten, wie die Gesellschaft für Flugzieldarstellung (GFD) im schleswig-holsteinischen Hohn mitteilte. Sie hätten in einem Learjet gemeinsam mit zwei Eurofightern einen sogenannten Renegade-Einsatz geflogen, sagte GFD-Geschäftsführer Klaus Menzel. Die Maschine sei in Hohn gestartet. Das Manöver sollte über dem Sauerland beginnen. "Es passiert jeden Tag, dass ein Flugzeug in den deutschen Luftraum eintritt und nicht identifiziert werden kann", sagte Menzel. Genau dieser Fall habe trainiert werden sollen

Gegen die Piloten der zwei Bundeswehr-Kampfjets wird laut Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Falls ein technisches Problem für den Absturz verantwortlich sein sollte, könnten sich die Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung beispielsweise auch gegen Bodenpersonal richten, sagte ein Sprecher. Unterdessen gingen an der Absturzstelle die Untersuchungen weiter. Federführend ist dabei die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU). Im Vordergrund stehe dabei die Auswertung der Flugdatenschreiber und des Gesprächs-Rekorders, teilte ein Sprecher mit.

(dpa/RP)
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