Caracas/Erkelenz: Erkelenzer Unternehmer in Venezuela erschossen

Caracas/Erkelenz: Erkelenzer Unternehmer in Venezuela erschossen

Ein deutscher Geschäftsmann ist bei einem versuchten Überfall in Venezuela erschossen worden. Es soll sich bei dem Opfer um den Erkelenzer Geschäftsmann Christoph Kleuters handeln. Die Tat habe sich kurz nach der Ankunft des 56-Jährigen vor einem Hotel in der Hauptstadt Caracas ereignet, teilten die örtlichen Behörden mit.

Nach der Landung auf dem Flughafen nahe Caracas sei der Geschäftsmann von einem Fahrer und einem Leibwächter in sein Hotel gebracht worden, sagte der Bürgermeister des Stadtbezirks Baruta, Gerardo Blyde. Als der Fahrer das Gepäck aus dem Kofferraum holte, erschienen demnach zwei Männer, um den Deutschen zu überfallen.

Daraufhin sei es zu einem Schusswechsel zwischen dem Leibwächter und den Tätern gekommen. Einer von ihnen kam dabei ums Leben. Der zweite Angreifer habe den Fahrer und den deutschen Geschäftsmann mit je zwei Kugeln getroffen, ehe er entkommen sei. Der 56-Jährige sei später in einem Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Venezuela gilt als eines der gefährlichsten Länder der Welt. Nach Angaben der unabhängigen Beobachtungsstelle für Gewalt wurden dort im vergangenen Jahr mehr als 24 000 Menschen getötet.

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Christoph Kleuters wohnte in Geilenkirchen (Kreis Heinsberg) und leitete von 1999 bis 2012 das Erkelenzer Traditionsunternehmen Aker Wirth, eine auf Tunnelbau und Ölbohrsysteme spezialisierte Firma. Der Geschäftsmann führte es aus einer Krise zurück an die Weltspitze. Dem norwegischen Konzern Aker Solutions hatte Kleuters 2007 die Hälfte seiner Anteile verkauft, im März 2012 übergab er den Staffelstab an den neuen Geschäftsführer Einar Brønlund. Kleuters blieb Eigentümer der Immobilie und Mitgesellschafter.

In seiner 1998 gegründeten Erkelenzer KCI Consulting-Firma widmete sich Kleuters privaten Investments sowie Immobilienvermarktung und -verwaltung. Als Investor unterstützte er Projekte wie den Engineering Park Aachen.

(gala/dpa)
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