Berlin/Meerbusch: Energiewende: Kampf in Osterath um Konverter

Berlin/Meerbusch: Energiewende: Kampf in Osterath um Konverter

Die Bundesregierung hält am sogenannten Netzverknüpfungspunkt Osterath fest. Im Zuge der Energiewende soll dort auf 100 000 Quadratmetern Grundfläche eine Konverteranlage mit bis zu 20 Meter hohen Hallen entstehen. Die Stadt Meerbusch lehnt das Ansinnen ab. Der Netzbetreiber Amprion hatte einen Standort in Nähe zu Wohnbebauung als technisch beste Lösung bezeichnet. Der Bundesrat hatte dem Bundestag gerade mit Blick auf massive Bürgerproteste in Meerbusch empfohlen, die Netzverknüpfungspunkte variabel zu halten, zumal es im Vorfeld keine Alternativenprüfung gab.

Das lehnt die Regierung in der unserer Zeitung vorliegenden "Gegenäußerung" jetzt ab: "Mit der Benennung der Netzverknüpfungspunkte (...) wird noch keine Entscheidung hinsichtlich konkreter Standorte von erforderlichen Anlagen (...) getroffen", schreibt das Bundeswirtschaftsministerium. Das Bundesumweltministerium hatte betont, dass die fehlende Alternativenprüfung zu rechtlichen Risiken und Akzeptanzproblemen der Energiewende führen könne. Clemens Antweiler, Anwalt der Stadt Meerbusch: "Die Hausaufgaben wurden nicht gemacht."

(gmv/mrö)
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