1. NRW

Corona-Krise: Mehrheit der NRW-Bürger hat bislang keine Einbußen

Umfrage : Mehrheit der NRW-Bürger hat bislang nicht finanziell unter Corona gelitten

Die Corona-Krise und ihre Folgen für die Bevölkerung: Weniger als die Hälfte der NRW-Bürger muss Einbußen verkraften. Ein Prozent der Befragten steht nach eigenen Angaben vor dem Ruin.

Die Mehrheit der Menschen in Nordrhein-Westfalen hat die Corona-Krise einer Umfrage zufolge bisher ohne größere finanzielle Schäden überstanden. Bei einer repräsentativen Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die Bonner Akademie für Forschung und Lehre Praktischer Politik (BAPP) antworteten 58 Prozent der Befragten, sie hätten keine finanziellen Einbußen erlitten.

Knapp 17 Prozent gaben an, sie müssten Einbußen von unter 1000 Euro verkraften. Weitere 17 Prozent nannten höhere Verluste, teilweise sogar mehr als 5000 Euro. Vor dem geschäftlichen Ruin sahen sich 1 Prozent der Befragten. Die übrigen machten keine Angaben. Die finanziellen Verluste wollen der Umfrage zufolge 34 Prozent der Betroffenen durch den Verzicht auf geplante Anschaffungen wie ein Auto oder Möbel ausgleichen, 27 Prozent planen die Streichung des Urlaubs.

„Die große Mehrheit ist durch umsichtige Politik bisher erfreulich gut durch die Krise gekommen“, kommentierte BAPP-Präsident Bodo Hombach die Umfrageergebnisse. Die von Corona gesundheitlich oder materiell Geschädigten sollten gesellschaftliche Solidarität erfahren. „Das geht umso großzügiger, weil es sich um eine recht überschaubare Gruppe handelt“, sagte der ehemalige Kanzleramtsminister.

(peng/dpa)