CC-Präsident: "Wir zahlen für die Sicherheit selbst"

CC-Präsident: "Wir zahlen für die Sicherheit selbst"

Der Präsident des Comitees Düsseldorfer Carneval (CC), Josef Hinkel, hat sich mit deutlichen Worten in die Diskussion um die Sicherheits-Kosten für den Straßenkarneval eingeschaltet: "Forderungen, dass die Stadt einen Teil oder die gesamten Kosten übernimmt, lehne ich ab. Die Stadt hilft uns schon in großem Umfang. Die Sicherheitsanforderungen sind Dinge, die im Zeitgeist liegen, deshalb müssen wir das als CC selbst stemmen können."

Damit die Dachorganisation des Düsseldorfer Karnevals in drei bis fünf Jahren wirtschaftlich so stark wird, will Hinkel die Vermarktung des hiesigen Karnevals entwickeln. Eine Möglichkeit sei, den Verkauf von Fanartikeln voranzubringen. Bisher gebe es vor allem einen Schal für die jeweilige Session, von dem 500 bis 1000 Stück verkauft werden. "Da müssen doch auch 5000 möglich sein", sagt Hinkel. Die mögliche Palette der Fanartikel könne vom Sticker bis zu Figuren vom Bergischen Löwen reichen. Hinkel: "Da geht noch einiges."

Die Kostendebatte war rund um die Genehmigung für den Rosenmontagszug entstanden, die Anfang der Woche erteilt wurde. CC-Geschäftsführer Jürgen Rieck hatte darauf hingewiesen, dass sich die Kosten für Sicherheitsfragen seit der Loveparade-Katastrophe in Duisburg und der Einführung des Glasverbots im Düsseldorfer Straßenkarneval mehr als verdoppelt haben. Große Wagen für den Rosenmontagszug erfordern nun sechs Begleiter, kleinere Wagen vier. Dadurch ist der Personalbedarf merklich gestiegen.

Weitere Sicherheitskräfte sind erforderlich, um das Glasverbot durchzusetzen. Am Altweiberdonnerstag, am Karnevalssonntag und am Rosenmontag dürfen Besucher der Altstadt keine Glasbehältnisse mitbringen. An 16 Kontrollposten stehen Mitarbeiter des Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) und einer privaten Sicherheitsfirma – an einigen Stellen unterstützt von der Polizei. Hinzu kommt ein weiterer Kostenpunkt: Damit all die genannten Ordnungshüter besser kommunizieren können, wird die Funkverbindung verbessert. Dafür soll es eine besondere Antenne auf dem Hochhaus GAP 15 am Graf-Adolf-Platz geben. Aus diesen Gründen rechnen die Karnevalisten in der Landeshauptstadt mit Ausgaben von 30 000 Euro.

Die Stadtverwaltung hatte weitere Zuschüsse ausgeschlossen. Es gebe keine Überlegungen über eine zusätzliche Beteiligung, sagte Stadtsprecher Manfred Blasczyk. Die Karnevalisten könnten städtische Flächen vermarkten, das biete große Möglichkeiten für Einnahmen. Eine Meinung, die der CC-Präsident offensichtlich teilt.

(RP)
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