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Bezirksregierung legt Regionalplan-Entwurf aus

Bezirksregierung legt Regionalplan-Entwurf aus

Bei der Bezirksregierung Düsseldorf läuft unter Regierungspräsidentin Anne Lütkes derzeit ein Prozess, der wichtige Weichen für Zukunft der Region stellen wird: Bis 2014 soll der Regionalplan neu aufgestellt werden. Er bildet die Basis für die Bauleitplanung der Kommunen, setzt fest, wo sich Industrie und Gewerbe ansiedeln können, wo Wohnen ausgewiesen werden kann und wo Verkehrsflächen entstehen. Der Plan umfasst den kompletten Regierungsbezirk (Düsseldorf, Mönchengladbach, Krefeld, Wuppertal, Solingen und Remscheid sowie die Kreise Kleve, Viersen, Neuss und Mettmann).

Der Regionalrat, ein politisch besetztes Gremium, hat nun einen überarbeiteten Entwurf für den Regionalplan beschlossen. Im ersten Quartal 2012 haben alle am Verfahren Beteiligten die Möglichkeit, zu dem Entwurf Stellung zu nehmen. Damit auch die Bürger den Prozess verfolgen und sich dazu äußern können, hat die Bezirksregierung nicht nur Video-Mitschnitte der Sitzung ins Internet gestellt, sondern auch den Entwurf. Er kann unter www.brd.nrw.de/regionalrat/archiv/Archiv_2011/doc/46RR_Tagesordnung/index.html eingesehen werden.

Der Regionalrat wird über die endgültigen Leitlinien im Juni 2012 entscheiden. Sie bilden die Basis für den neuen Regionalplan. Der Arbeitsentwurf wurde aus Gesprächen der Bezirksregierung mit Vertretern verschiedenster Fachrichtungen und Interessenlagen zusammengestellt.

Als beratende Mitglieder gehören dem Regionalrat auch Vertreter der Industrie und Handels- sowie der Handwerkskammern an. Sie haben ihre Interessen offenbar gut vermitteln können. Denn im neuen Entwurf steht ausdrücklich, dass die Planregion ein stark vernetzter Wirtschaftsraum ist, geprägt durch starken Personen- und Güterverkehr. Wichtige Bausteine seien deshalb "die bedarfsgerechte Ausweisung und langfristige Sicherung von besonders guten Standorten für Verkehr und Logistik". Besonders betont wird die Bedeutung der Häfen und Flughäfen.

(RP)