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Bonn: Bahnaufsichtsamt: Sicherheitslücke bei Bremsmanöver

Bonn : Bahnaufsichtsamt: Sicherheitslücke bei Bremsmanöver

Sehr kurze oder aus Triebwagen zusammengestellte Züge dürfen ab sofort bei Geschwindigkeiten unterhalb von 25 Kilometern pro Stunde keinen Sand mehr zur Verstärkung der Bremswirkung einsetzen. Dies hat das Eisenbahnbundesamt (EBA) angeordnet. Es zieht damit Konsequenzen aus Unfällen, bei denen der Sand die Signaltechnik lahmgelegt hatte. Es kam dabei zu fälschlichen "Gleis frei"-Meldungen und zum Teil zu Zusammenstößen. Wären Reisezüge betroffen, ist nach Ansicht des EBA "mit einer Vielzahl an Toten und Verletzten zu rechnen".

Deshalb und weil sich die Störung der Sicherheitstechnik durch den Sand vorerst nicht anders beheben lässt, erlaubt das EBA den Einsatz von Sand nur noch im Notfall und fordert "die Bremsvorgänge jetzt früher einzuleiten". Die Deutsche Bahn wendet das neue Verfahren bereits an, versicherte eine Sprecherin. Auswirkungen auf die Pünktlichkeit der Züge habe dies nicht, auch seien zu keinem Zeitpunkt Reisende gefährdet worden.

(kpk)