Dortmund: Autonome besprühen Polizisten mit Chemikalie

Dortmund : Autonome besprühen Polizisten mit Chemikalie

Bei Protesten gegen Kundgebungen von Rechtsextremisten sind in Dortmund zahlreiche Polizisten verletzt worden. Straftäter aus dem linksautonomen Bereich hätten Beamte mit einer Chemikalie besprüht, teilte die Polizei Dortmund nach einem stundenlangen Einsatz am Samstag mit. Dabei seien 13 Polizisten leicht verletzt worden. Sie wurden in einem Krankenhaus behandelt.

Ein Rechtsextremist hatte Pfefferspray über die Köpfe der Beamten Richtung Protestveranstaltung gesprüht. Außerdem bewarfen sich beide Seiten mit Gegenständen. "Davon betroffen waren auch die Einsatzkräfte der Polizei, die beide Lager zu trennen hatten", hieß es im Bericht. Die Beamten nahmen zwei Gegendemonstranten wegen Körperverletzung und Verstößen gegen das Vermummungsverbot vorläufig fest.

Nach Polizeischätzung waren gegen eine rechte Demo mit 85 Teilnehmern etwa 230 Gegendemonstranten auf die Straße gegangen. Laut Polizeiführer Dieter Keil war das Einsatzkonzept darauf ausgelegt, dem Gesetzesauftrag nachzukommen (die Demonstration zu schützen) und den demokratischen Protest gegen Rechtsextremismus zu Wort kommen zu lassen. "Es war eine bewusste Entscheidung, den Gegenprotest auf Ruf- und Hörweite an die Rechtsextremisten herankommen zu lassen", erklärte Keil.

Bei einer zweiten Kundgebung von 60 Rechtsextremisten in einer anderen Straße in Dortmund am Samstagabend wurden laut Polizei aus einem besetzten Haus Steine auf Polizisten und Rechtsextremisten geworfen. Die Steine hätten schwerste Verletzungen hervorrufen können, betonte die Polizei. Strafverfahren wurden eingeleitet.

(dpa)
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