Mülheim: Ausgesetztes Baby außer Gefahr

Mülheim : Ausgesetztes Baby außer Gefahr

Die Stadt Mülheim hat die Vormundschaft für das Kind übernommen.

Das in Mülheim ausgesetzte neugeborene Baby schwebt nicht mehr in Lebensgefahr. Der Zustand des Mädchens sei inzwischen stabil, aber weiterhin ernst, sagte ein Polizeisprecher. "Es hatte zum Teil schon Erfrierungen, als es auf der Straße entdeckt wurde." Das Baby war am Mittwochmorgen gegen 5.30 Uhr extrem stark unterkühlt mitten auf einer Straße in der Innenstadt von Mülheim gefunden worden. Seine Mutter ist ein 15-jähriges Mädchen. Sie hatte den Säugling unfachmännisch in der Wohnung entbunden und dann auf die Straße vor dem Haus gelegt. Die junge Mutter gilt als psychisch labil.

Die Polizei will den Sachverhalt nun mit Hilfe des sozialen Umfelds der Minderjährigen aufklären. Auch das Jugendamt in Mülheim steht in engem Kontakt mit den Eltern der 15-Jährigen. "Unser Ziel ist es, das neugeborene Kind in die Familie zu integrieren und die Familie zusammenzuführen", sagte ein Sprecher. Die Behörde hat vorläufig die Vormundschaft für das Baby übernommen. Mit Gesprächen wolle man die junge Mutter und Familie auch bei der Betreuung des Babys begleiten.

Dem Jugendamt sei nicht bekannt gewesen, dass die 15-Jährige schwanger war. Es handele sich um keine auffällige Familie.

(csh/dpa)
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