Aus für Bettensteuer reißt Löcher in kommunale Kassen

Aus für Bettensteuer reißt Löcher in kommunale Kassen

Köln (dpa). Das Bettensteuerverbot für Geschäftsreisende reißt zusätzliche Löcher in die Kassen der klammen Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Die Stadt Köln, die die Steuer 2010 unter dem Namen Kulturförderabgabe erfunden hatte, rechnet mit jährlichen Einbußen in Millionenhöhe.

Um keinen Totalausfall verbuchen zu müssen, wollen die Kommunen Touristen weiterhin zur Kasse bitten. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga fordert dagegen, die Steuer ganz zu streichen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte am Mittwoch entschieden, dass die Abgabe nicht von Geschäftsreisenden verlangt werden darf. Für 2012 hatte Köln mit sieben Millionen Euro Einnahmen kalkuliert. Etwa 50 bis 60 Prozent sind laut einer Stadtsprecherin geschäftsreisende Hotelbesucher.

(RP)
Mehr von RP ONLINE