Attacke im Fanblock: Täter identifiziert

Attacke im Fanblock: Täter identifiziert

Eine Woche nach der Begegnung zwischen Fortuna Düsseldorf und dem FC Bayern München hat die Polizei drei mutmaßliche Schläger aus dem Fortuna-Fanblock identifiziert. Sie sollen einen 33-Jährigen derart verprügelt haben, dass dieser schwere Kopfverletzungen erlitt und sich noch am selben Abend einer Not-Operation unterziehen musste. Nach den Tätern hatten auch Fortunas Fanbetreuer mit einem Flugblatt und in verschiedenen Internet-Foren gefahndet.

Man sei aber letztlich durch "klassische polizeiliche Ermittlungsarbeit" auf das Trio gekommen, gegen das nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt wird, bestätigte Polizeisprecher Marcel Fiebig gestern. Die drei Männer gelten als Haupttäter, sollen mit drei weiteren Männern gemeinsam unterwegs gewesen sein.

Ersten Erkenntnissen zufolge war die sechsköpfige Gruppe im Fortuna-Fan-Block 154 bereits während des Spiels durch hohe Aggressivität aufgefallen. Die Männer sollen mehrfach auch andere Zuschauer im Block angepöbelt, belästigt und beleidigt haben. Darunter sei eine junge Frau gewesen, die einen Bekannten, der im selben Block einige Reihen entfernt das Spiel verfolgte, per SMS informierte, so Fiebig weiter. "Der 33-Jährige ging dann wohl unmittelbar nach dem Abpfiff zu seiner Bekannten und sprach die Gruppe auf die Pöbeleien an." Das eskalierte dann offensichtlich in einer wilden Schlägerei, an deren Ende der 33-Jährige schwer verletzt zu Boden ging. Ob an der Auseinandersetzung auch die anderen Mitglieder aus der Gruppe beteiligt waren, und wie das Geschehen genau ablief, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Die drei identifizierten Personen wurden bislang noch nicht befragt. Die Polizei bittet Zeugen des Vorfalls, der sich gegen 17.20 Uhr ereignete, sich unter Telefon 0211 8700 zu melden.

(RP)
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