Düsseldorf Atomkugeln sind in Jülich

Düsseldorf · Die Bundesregierung hat jetzt Licht ins Dunkel um die angeblich verschwundenen Brennelemente aus dem Forschungszentrum Jülich gebracht. Demnach sind 288 161 Brennelemente in Castorbehältern verpackt, die auf dem Gelände des Forschungszentrums lagern. 197 Brennelemente befinden sich noch immer im Reaktorbehälter, der mittlerweile einbetoniert ist. 356 Kugeln sind zerbrochen und wurden in Fässer einzementiert. 1926 Brennelemente wurden für Forschungszwecke genutzt. Oliver Krischer, Bundestagsabgeordneter der Grünen aus Düren, begrüßte die Bilanz. Es sei verwunderlich, dass die Zahlen plötzlich auf den Tisch gelegt würden, nachdem bisher nebulös geantwortet worden sei. "Vieles deutet darauf hin, dass man die Zahlen zum Verbleib von zerbrochenen Kugeln nicht genau benennen wollte, um die Kugelhaufen-Technik im Ausland weiter vermarkten zu können", sagte Krischer.

(RP)
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