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Altenheimbewohner stirbt bei Zimmerbrand

Altenheimbewohner stirbt bei Zimmerbrand

Siegburg (dapd) Nach dem Tod eines Altenheimbewohners in Siegburg fordert die Deutsche Hospizstiftung, den Brandschutz in Senioreneinrichtungen zu verbessern. Am Samstagabend war in Siegburg ein Bewohner eines Altenheims gestorben, nachdem in seinem Zimmer ein Feuer ausgebrochen war. Vier Angestellte und ein weiterer Senior erlitten leichte Rauchgasvergiftungen.

In keinem anderen Sonderbau kämen so viele Menschen durch Brände ums Leben wie in Altenheimen, sagte der Vorstand der Patientenschutzorganisation, Eugen Brysch. Er forderte die Bauminister in Bund und Ländern auf, die Brandschutzbestimmungen zu verschärfen. Bryschs Angaben zufolge sterben jedes Jahr in deutschen Seniorenheimen etwa 20 Menschen auf diese Weise, mehr als 200 würden verletzt. Der Stiftungsvorstand forderte, Sprinkleranlagen in Senioreneinrichtungen zur Pflicht zu machen. So könne verhindert werden, dass sich kleine Feuer zu Großbränden entwickelten. In Kauf-häusern seien automatische Löschanlagen mittlerweile Standard, um die hohen Sachwerte zu schützen – häufig auf Druck der Versicherungen. "Ich muss daher leider sagen, dass Gegenstände in Deutschland besser abgesichert werden als Menschen", sagte Brysch.

(RP)