70 Gegendemonstranten bei NPD-Kundgebung

70 Gegendemonstranten bei NPD-Kundgebung

Acht Mitglieder der rechtsextremen NPD haben gestern Vormittag auf dem Burgplatz eine Kundgebung abgehalten. Rund 70 Gegendemonstranten, darunter Vertreter der Grünen und der Gewerkschaft Verdi, störten die Veranstaltung mit Trillerpfeifen, Rasseln und Tröten. Ein Großaufgebot der Polizei sorgte dafür, dass die Gruppen nicht aufeinandertrafen. Rund 100 Beamte waren im Einsatz. Die Veranstaltung verlief völlig friedlich.

Die Demonstration hatte zunächst auf dem Heinrich-Heine-Platz stattfinden sollen, wo sich anfangs auch die Gegendemonstranten versammelten, wurde aber dann überraschend vor den Schlossturm verlegt. Die NPD macht derzeit Werbung in eigener Sache auf einer "Deutschlandreise", gestern Nachmittag folgte die nächste Kundgebung in Duisburg.

Als die NPD-Vertreter gegen 11.30 Uhr mit einem Kleinlaster in der Altstadt ankamen, wurden sie bereits von vielen Gegnern mit Pfiffen empfangen. Umgeben von einem Wall von Polizeiwagen und Dutzenden Einsatzkräften hielten die Rechtsextremen dann unter dem ohrenbetäubenden Lärm der Gegendemonstranten ihre kurze Kundgebung ab, bevor sie überwacht von der Polizei wieder abbauten und in die Nachbarstadt weiterzogen.

(RP)
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