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Düsseldorf: 13 000 Tonnen Stahl für Vodafone

Düsseldorf : 13 000 Tonnen Stahl für Vodafone

Der Rohbau für das 300 Millionen-Projekt am Heerdter Dreieck ist in diesem Monat fertig. Die Arbeiten für das futuristische Hochhaus und die Riegelbauten in kühler Alu-Optik liegen im Zeitplan. Nächstes Jahr ist alles fertig, dann werden sogar 100 Tiefgaragenplätze verlost.

reicht nicht. Es muss schon ein größerer Maßstab sein, wenn die Macher der neuen Konzernzentrale von Vodafone Deutschland den Neubau am Heerdert Dreieck beschreiben. Weltweit sei das 300 Millionen teure Projekt eine viel beachtete Hausnummer, heißt es bei der Deutsche Fonds Holding (DFH), die das Vorhaben in einem geschlossenen Fonds aufgelegt hat. Und es geht sichtbar voran: Noch im November werden die Rohbauten für das 19-geschossige, ellipsenförmige Hochhaus sowie drei weitere Büroriegel mit sechs, beziehungsweise neun Geschossen plus Tiefgarage fertig sein, sagte gestern Albert Wösthoff vom Projektmanagement. Vertraglich hat man Zeit bis 22. Dezember, sonst drohen hohe Konventionalstrafen, weiß er.

Bald Regen- und winddicht

Im Hochhaus fehlen noch fünf Decken, die man in den nächsten Tagen einziehen wird. Auch die benachbarten Bürokomplexe benötigen nur noch ihre "Außenhaut". Die besteht aus großen Glasfensterflächen mit integrierten Alu-Lamellen. "Wir verschrauben diese Teile in 2,5 Meter großen Stücken. Wie in einer Art Lego-Haus stecken wir das zusammen", sagt Wösthoff . Nur die eigenwillige Optik des Hochhauses mit geschwungenen Glasflächen benötigt kleinere Alu-Teile von 1,25 Meter Größe. "Das schaffen wir bis Ende November, dann sind wir Regen- und Winddicht, verspricht Wösthoff. Anschließend machten sich die am Bau beteiligten Firmen an die Innereien der neuen Konzernzentrale.

Ein Großteil der 13 000 Tonnen Stahl und der 88 000 Kubikmeter Beton werden dann verbaut sein. Dabei hatten die Planer vor einigen Monaten mal heftig Kopfschmerzen bekommen. Bei den Ausschachtungsarbeiten für die Tiefgarage entdeckten sie im Erdreich eine riesige Müllkippe, die dort in langer Vorzeit angelegt worden war. Ausgraben oder einfach alles planieren und weitermachen? "Wir haben uns aus Sicherheitsgründen entschieden, alles auszugraben", erzählt Wösthoff. 40 000 Kubikmeter Müll kamen raus, die gleiche Menge Kies kam zur Stabilisierung rein. Die 90 000 Quadratmeter Bürofläche plus Tiefgarage, Kindertagesstätte für 60 Kinder und ein Restaurant mit 1200 Plätzen stehen nun auf sicherem Fundament. Das Parkhaus nebenan mit 1571 Stellplätzen und inmitten des Verkehrsknotenpunkts Heerdter Dreieck ohnehin.

Da ab Dezember die Innenarbeiten in allen Gebäuden beginnen, und kaum einer der Planer noch mit einer Verzögerung im Zeitplan rechnet, haben die Projektentwickler auch schon Daten festgezurrt. Am 7. Dezember wird der gesamte Komplex fertig sein. Schlüsselfertig sozusagen.

Am 15. Dezember wird Vodafone seinen neuen Campus offiziell übernehmen. Und dann wird der weltgrößte Telekommunikationskonzern auch endgültig die heiß begehrten Tiefgaragenplätze unter dem Campus vergeben. Einen Platz sicher haben: der Vorstand und alle Hauptabteilungsleiter. 100 Plätze werden unter den Angestellten verlost, außerdem sind 50 für Elektro-Autos reserviert.

(RP)