Grüne Oasen statt grauer Beton

Wohntrends : Grüne Oasen statt grauer Beton

Statt auf tristen Beton setzen moderne Metropolen immer mehr auf grüne Pflanzen. Die Natur kehrt in die Stadt zurück.

<p>Statt auf tristen Beton setzen moderne Metropolen immer mehr auf grüne Pflanzen. Die Natur kehrt in die Stadt zurück.

Statt grauen Beton wohin das Auge schaut setzen moderne Metropolen immer mehr auf grüne Pflanzen. Die Natur kehrt in die Stadt zurück.

Spektakuläre Dachgärten, begrünte Wände und natürliche Blüftungsverfahren: die moderne Baukunst wird immer revolutionärer und setzt auf ein sattes Grün statt auf ein tristes Grau. Geht es nach Emporis, einem Anbieter von Gebäudeinformationen, werden Bäume, Blumen und Ranken Stück für Stück die sterilen Fassaden der Hochhäuser grauer Großstädte erobern und damit ein gänzlich neues Stadtbild schaffen.

Grüne Oase in Mailand

Den Trend zur Grünen Architektur versinnbildlicht demnach zur Zeit vor allem ein Projekt: der Komplex Bosco Verticale - der vertikale Wald. Auf zwei Hochhäusern sollen dort ebenso viele Bäume wie auf einer Waldfläche von 10.000 Quadratmetern wachsen. Eine grüne Oase im Herzen Mailands soll entstehen.

Die Idee, Pflanzen als Teil der Gebäudestruktur zu verwenden, ist dabei nicht neu. Bereits 1992 setzte Ken Yeang, selbsternannter Öko-Architekt, mit dem Menara Mesiniaga Tower in Subang Jaya erste Maßstäbe im Bereich der Grünen Architektur. Dank seiner einzigartigen Fassade, die eine natürliche Luftzirkulation gewährleistet, und einer großzügigen Begrünung auf jeder Etage, gilt der Turm als ökologische Pionierarbeit und als das erste bioklimatische Hochhaus der Welt.

Natur erobert die Stadt zurück

Mittlerweile ist der wohl bekannteste Verfechter der "grünen Stadt" aber das Singapurer Architekturbüro WOHA. Ihre "atmenden" Hochhäuser, die so genannten Sky Villages, sind Vorbild für nachhaltiges Bauen weltweit. Gerade in Singapur, einer Stadt mit der höchsten Bevölkerungsdichte der Welt, setzen Ihre Projekte ein klares Zeichen: Die Natur erobert die Stadt zurück. So wird auch WOHA's neuestes Projekt, der Büro- und Hotelkomplex "PARKROYAL on Pickering", in absehbarer Zeit in dem Grün der Pflanzen verschwinden.

Auch internationale Großkonzerne entdecken das Prinzip der Grünen Architektur als Möglichkeit, ihren Mitarbeitern ein naturverbundenes und gesundes Arbeitsumfeld zu bieten. Nachdem Apple, Facebook und Google Pläne für neue, nachhaltige Firmenzentralen veröffentlicht haben, legte Amazon vor wenigen Wochen mit einem spektakulären Konzept nach: Drei riesige Glaskuppeln, die an Gewächshäuser erinnern, sollen Platz für hohe, alte Bäume innerhalb der Büroanlage schaffen, die der Konzern in Seattle errichten will.

(RPO)