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Warnemünde: Deutschlands Wellness-Oase

Urlaub an der Ostsee : Warnemünde: Deutschlands Wellness-Oase

Die eigene Heimat gehört zu den Top-Reisezielen der Deutschen. Vor allem Nord- und Ostsee sind beliebt. Unweit vom eigenen Zuhause warten dort lange Sandstrände, Ruhe - und in Warnemünde sogar ein Kurgebiet auf die Reisenden.

Die Queen Elizabeth war in diesem Jahr schon da, die Norwegian Star auch, viele andere Kreuzfahrtschiffe werden noch kommen - und dann natürlich von den Warnemündern und ihren Gästen standesgemäß begrüßt und verabschiedet.

Es gibt sogar richtige Begleittouren, die man buchen kann, um die Kreuzliner aufs offene Meer zu bringen und zum Abschied kräftig zu winken und zu tuten. Das ist nur ein Touristik-Programm, den man im Ostseebad, einem Stadtteil von Rostock, absolvieren kann. An erster Stelle steht einmal die Ostsee-Atmosphäre, die man genießen kann. Warnemünde liegt an einem kilometerlangen weißen Sandstrand und kommt nicht so aufgeregt und mondän daher, wie andere Bäder an der Ostsee.

Warnemünde erinnert ein bisschen an frühere Familienausflüge an die See, als alles noch beschaulich war. Ein kleiner Ort, dessen Hauptgeschäfte und - Restaurants sich um den Alten Strom gruppieren. An dem einen Ende der bekannte grün-weiße Leuchtturm mit Mole, an der anderen Seite die "Klootscheeter” Brücke. Auf Deutsch: Klugscheißer Brücke. Auf dieser drehbaren Brücke standen früher die Fischer am Morgen und ratschten, was abends und in der Nacht passiert war und wussten natürlich alles besser.

Leben nach dem Rythmus des Meeres

Fischer spielen in Warnemünde immer noch eine große Rolle. Sie fahren nach wie vor raus aufs Meer und fischen, jeden Tag ab 8 Uhr verkaufen sie am Alten Strom ihre Beute.
8000 Einwohner zählt Warnemünde noch, und der Tourismus spielt natürlich eine große Rolle. Pensionen, kleinere Hotels und zwei große Wellness-Hotels locken seit Jahren die Gäste an, die gerne in einer Pension übernachten. 100 Jahre alte Bäderarchitektur prägt auch hier den Baustil - wie in vielen anderen Ostseebädern wie dem benachbarten Kühlungsborn auch. Aber auch Hotels bieten sich für einen gesunden Ostsee-Urlaub an.

Warnemünde galt schon zu DDR-Zeiten als Sehnsuchtsort für viele normale Bürger. Schließlich gab es mit dem Hotel Neptun, 1971 gebaut, ein Luxushaus für die oberste Polit-Riege. Nicht zu bezahlen für den normalen Arbeiter. Heute aber steht es natürlich alle offen. "Wir rechnen in zwei Zeiträumen", erklärt Hoteldirektor Guido Zöllick. "Einmal die Zeit von 1971 bis 1990, und dann die Zeit danach.” Im ersten Zeitraum sei das Haus, das jetzt zur Deutschen Seereederei gehört, mit direkter Strandlage immer ausgebucht gewesen, seit 23 Jahren muss es sich selbst vermarkten und um Gäste werben. Das geschieht zum Beispiel mit einem ganz besonderen Wellness-Angebot: mit der Thalasso-Therapie.

Das Neptun war das erste Thalasso-zertifizierte Ostsee-Hotel, das seine Anwendungen mit dem Meerwasser anbietet. Auf 18 Etagen gibt es 338 Zimmer in fünf Preiskategorien, die alle so gebaut sind, dass der Gast Blick aufs Meer hat. Einzelzimmer kosten ab 140 Euro, das Doppelzimmer ab 170 Euro.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Warnemünde das Hotel Neptun

(csi/felt/csi)