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Vulkanausbruch auf La Palma: Das müssen Urlauber wissen - alle Infos zur Reise

La Palma : Was der Vulkanausbruch für Reisende bedeutet

Vom Vulkanausbruch auf den Kanaren sind auch Touristen betroffen – gelten die Inseln doch als beliebter Urlaubsort. Was Sie jetzt wissen müssen, wenn Sie auf La Palma Urlaub machen wollen.

Nach dem Vulkanausbruch auf der Kanarischen Insel „La Palma“ mussten bisher 5600 ihre Häuser verlassen. Der Vulkan im Süden der Insel hört unterdessen nicht weiter auf, Feuer zu spucken.

Der Reiseveranstalter „alltours“ teilte auf Anfrage unserer Redaktion kurz nach dem Ausbruch mit, dass zwei Dutzend Reisende, die ihren Urlaub über alltours gebucht haben, in Sicherheit gebracht worden sind. Die Gäste, die sich im betroffenen Gebiet befanden, wurden „in ein weiter entfernt liegendes, sicheres Hotel gebracht“, so ein Unternehmenssprecher. Wie lange der Ausbruch die Insel noch beschäftigt, ist schwer abzusehen. Was Touristen, die auf die Kanaren fliegen wollen, jetzt beachten müssen.

Ist der Flughafen auf La Palma geöffnet? Ja. Zumindest ist er inzwischen wieder offen. Vergangenen Samstag wurde er für einen Tag geschlossen, die vom Vulkan niedergegangene Asche gefährdete den Luftverkehr. Der Flughafenbetreiber Aena teilte per Twitter mit, dass der Airport inzwischen wieder geöffnet ist. Die deutsche Fluggesellschaft Condor musste bisher keine Flüge ausfallen lassen, sie fanden wie geplant statt, sagt eine Unternehmens-Sprecherin.


Sind weitere Kanarische Inseln betroffen? Der Ausbruch ereignete sich auf der Insel La Palma, die nördlichste der Kanarischen Insel. Die größte Insel der Kanaren, Teneriffa, ist etwa 86 Kilometer entfernt. Einschränkungen in Teneriffa und auf den anderen Inseln sind aber noch nicht bekannt, zumal der Flugverkehr nicht eingeschränkt ist.

Kann ich meine Reise stornieren? „Das lässt sich pauschal nicht sagen“, sagt Paul Degott, Anwalt für Reiserecht. Ob man eine Reise in die Kanaren kostenlos stornieren kann, hänge auch davon ab, wo auf La Palma man den Urlaub geplant habe. Wenn der Zielort sich im Norden der Insel befindet, wo der Vulkanausbruch noch keine Rolle spielt, sei eine Stornierung schwieriger, sagt Degott. Er rät Touristen, Kontakt mit den Reiseveranstalter aufzunehmen. Eine Pauschalreise könne wegen „außergewöhnlicher Umstände“ storniert werden, sagt Degott. Der Veranstalter müsse – wenn diese Umstände gegeben sind – dann den Preis zurückzahlen.

Was machen die Unternehmen? Reiseveranstalter und Fluggesellschaften bereiten sich auf Stornos vor. "Condor bietet ihren Fluggästen, die einen Flug in die betroffene Region gebucht haben die Möglichkeit ihren Flug gebührenfrei zu einem alternativen Ziel im Streckennetz umzubuchen“, so eine Condor-Sprecherin. „alltours“-Touristen, die Reisen in die evakuierten Hotels gebucht haben und noch bis zum 26. September anreisen wollen, können kostenlos umbuchen, teilt ein Sprecher mit. Kunden des Reiseveranstalters, die zwischen dem 27. September und dem 5. Oktober einreisen wollen, können Ihren Urlaub ebenfalls stornieren – aber nur bis zu vier Tagen vor dem Reiseantritt. Die Tui teilt mit, Reisende dürften stornieren, wenn ihre Anreise in den nächsten Tagen stattfindet. Dann sollen sie auf anderen Inseln der Kanaren untergebracht werden. Einige Reisende wurden bereits in andere Hotels gebracht.

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Wenn Menschen erst in einigen Wochen nach La Palma fliegen wollen, rät Reiserechts-Experte Degott dazu, noch abzuwarten. Ein Recht auf kostenlose Stornierung bestehe nur, wenn die Reise erheblich beeinträchtigt ist. Das sei einige Wochen vorher nicht abzusehen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Feuer und Rauch – Vulkanausbruch auf La Palma