So familienfreundlich sind deutsche Airports

So familienfreundlich sind deutsche Airports

Fliegen mit Kindern ist manchmal kein Zuckerschlecken. Wie schön ist es da, wenn die Kleinen sich vor dem Abflug noch einmal austoben können, oder es einen Raum zum Windelwechseln gibt. Eine Übersicht über die Angebote deutscher Flughäfen.

Frankfurt/Main Der größte deutsche Flughafen stellt Familien vor ein Problem: Auf den langen Wegen zu den Gates macht der Nachwuchs schon mal schlapp. Immerhin gibt es mittlerweile zahlreiche Angebote für Familien, dazu gehören zum Beispiel acht Spielflächen, die jeweils unter einem anderem Motto stehen. Im Terminal 1 an Gate B22 klettern die jungen Gäste zum Beispiel auf einem Hubschrauber, am Flugsteig A-Plus lockt eine Flughafenwelt, im Terminal 2 Flugsteig E dreht sich alles um Raumfahrt.

In allen größeren Sanitäranlagen gibt es Rückzugsmöglichkeiten zum Wickeln, Stillen und Füttern. Für die langen Wege gibt es einen kostenlosen Buggy-Verleih. Die Wagen stehen im Terminal 1 am Servicepoint im öffentlichen Bereich B und im Transitbereich B am Schalter 10 bereit. Im Terminal 2 gibt es die Buggys am Servicepoint zwischen den Bereichen D und E. München Ein Spielzeugflugzeug mit Bällebad, Kinderkino, Nintendo Wii und Schminkstube - das Kinderland am Münchener Flughafen ist für die Kleinen ein Paradies.

Betreuer passen auf Wunsch auf. Die Eltern können in der Zwischenzeit in der Eltern-Lounge entspannen. Daneben gibt es mehrere Kinderspielecken in verschiedenen Bereichen der Terminals. Im Terminal 2 steht zum Beispiel ein sechs Meter langes Flugzeugmodell. Wie in Frankfurt hat Lufthansa auch in München einen Family-Check-in eingerichtet. Der Weg dorthin führt entlang von Monitoren, auf denen die Maskottchen Lu und Cosmo die kleinen Passagiere begrüßen.

Über eine kleine Treppe können die Kinder den Check-in-Vorgang beobachten. Spezielle Baby-Wickelräume gibt es auch. Mit diesem Angebot landete der Airport bei der Skyscanner-Umfrage auf Platz 1 in Deutschland in Sachen Familienfreundlichkeit. Berlin Eher mau ist das Angebot für Kinder an den beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld. In Tegel ist außer Wickelräumen in einigen Damentoiletten (Terminal A, Flugsteige 3,6,9, Terminal D, Terminal C1) nichts vorhanden.

Schönefeld bietet neben einigen Mutter-Kind-Räumen immerhin einen Kinderspielbereich bei "Cindy's Diner" in Terminal D und einen Flugzeugspielautomaten, der 50 Cent pro Flug kostet. Düsseldorf Zwei "Kiddielands" bieten spezielle Bereiche für Kinder. Auf der Abflugebene in Terminal C sowie im Ankunftsbereich kann sich der Nachwuchs austoben - beispielsweise mit Goofy im Hubschrauber auf Reisen gehen und mit Ernie und Bert Autofahren üben.

Auch ein Lerncomputer für Memory oder Puzzle steht zur Verfügung. Babywickelräume gibt es in den Abflugbereichen wie auch im Ankunftsbereich. Köln/Bonn Wickelräume und Spielecke - schön und gut. Doch was macht die Familie, wenn sie am Gepäckband wartet und der Koffer einfach nicht kommen will? Neuerdings gibt es Hüpfekästchen auf dem Boden, mit denen sich Kinder die Wartezeit verkürzen können. Etwas ähnliches gibt es nur noch in Frankfurt.

Dort sind in Terminal 1 Wandspiele bei der Gepäckausgabe angebracht. Vor dem Abflug gibt es in Köln/Bonn im Terminal 1 das sogenannte "Terminal 3" - eine Spielewelt mit Bällebad. In Terminal 2 steht bei Gate D60 ein acht Meter langes und drei Meter hohes Klettergerüst. Wickelräume stehen ebenfalls zur Verfügung. Weeze Der kleine Flughafen hat vor allem kurze Wege zu bieten. Im öffentlichen Bereich können sich die Kinder auf einem Karussell die Zeit bis zum Abflug vertreiben.

Rund ums Terminal gibt es einige Rasenflächen, von denen sich das Geschehen auf dem Rollfeld hautnah beobachten lässt. Wickelräume sind in allen Bereichen Standard.

(RP)
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