Amsterdam - die schönsten Sehenswürdigkeiten der Metropole

Hauptstadt der Niederlande: Amsterdam - die schönsten Sehenswürdigkeiten der Metropole

Die niederländische Metropole Amsterdam zieht Touristen wie einen Magneten an. Denn neben dem Rotlichtviertel und den Coffee-Shops hat Amsterdam zahlreiche weitere Attraktionen zu bieten.

Was macht die Stadt Amsterdam aus?

Grachten, Tulpen, das berühmt-berüchtigte Rotlichtviertel, Coffee-Shops und historische Bauwerke: Amsterdam ist ein Anziehungspunkt für Menschen aus der ganzen Welt. Dabei zeigt sich Amsterdam mit über 800.000 Einwohnern überraschend ruhig. Statt Autos fahren Fahrräder durch die Straßen, in einigen Stadtteilen herrscht gemütliche Dorfatmosphäre.

Am Ufer der Grachten reihen sich die typischen holländischen Häuser, neben mittelalterlichen Kirchen gibt es interessante Museen zu entdecken. Die Stadt bietet aber auch ein lebendiges Nachtleben, eine ungezwungene Atmosphäre und eine multikulturelle Bevölkerung.

Nicht umsonst zählt Amsterdam zu den schönsten Städten Europas. Hier ist alles möglich – egal, ob ein kultureller Städtetrip, ein unvergesslicher Junggesellenabschied, ein Amsterdam-Trip mit Hund oder ein Familienurlaub mit den Kindern geplant ist.

Was ist sehenswert in Amsterdam?

Unter den Top-10-Sehenswürdigkeiten in Amsterdam werden meist die gleichen Highlights genannt: die Oude Kerk, die mittelalterlichen Grachten des inneren Grachtennetzes und der königliche Palast. Doch die gesamte Altstadt ist voller sehenswerter Sehenswürdigkeiten, die Sie unbedingt besuchen sollten.

Es gibt also weitaus mehr zu erleben als nur die Top 10. Eine Bootstour auf einer Gracht gehört genauso zum Besichtigungsprogramm wie der Gang durch das Rotlichtviertel. Eines der Must-Sees der Altstadt ist die Oude Kerk, die alte Kirche. Diese Kirche ist das älteste Bauwerk der Stadt und gehört schon aus diesem Grund auf jedes Pflichtprogramm. Die Geschichte der alten Kirche reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Damals stand am Platz der heute sichtbaren gotischen Kirche noch eine hölzerne Kapelle.

Diese Kapelle wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts durch einen Steinbau ersetzt und seit Anfang des 14. Jahrhunderts immer weiter ausgebaut. Zwischen 1951 und 1975 musste das Bauwerk wegen Einsturzgefahr 24 Jahre lang restauriert werden. Heute finden neben Gottesdiensten auch Ausstellungen und Konzerte in den eindrucksvollen Gemäuern statt.

Ein Muss für jeden Amsterdam-Besuch ist eine Entdeckungsreise zwischen den Grachten des inneren Grachtengürtels. Die ersten Grachten wurden im Mittelalter als Festungsgraben gebaut und dienten der Verteidigung der Stadt. Die ältesten Grachten, die Kloveniersburgwal und die Singelgracht, stammen noch aus dem 15. und 16. Jahrhundert.

Im Goldenen Zeitalter der Niederlande im 17. Jahrhundert wurde das Grachtennetzwerk weiter ausgebaut und diente überwiegend dem Handel. Über 200 Grachten ziehen sich heute durch die Stadt Amsterdam und werden von über 1400 Brücken überspannt.

Für eine Bootstour auf den Grachten sollten Sie sich mindestens eine Stunde Zeit nehmen. Dabei fahren Sie in einem Boot auf der Prinsengracht oder der Keizersgracht vorbei an historischen Sehenswürdigkeiten und den prächtigen Grachtenhäusern aus dem 17. Jahrhundert. Seit 2010 zählt der gesamte Grachtengürtel als Unesco-Welterbe.

Jede Top-10-Liste von Amsterdam beinhaltet natürlich auch den Paleis op de Dam, den Königspalast von Amsterdam. Auf Niederländisch wird er Koninklijk Paleis genannt. Das beeindruckende Bauwerk stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts und wurde von dem Architekten Jacob van Campen im Stil des niederländischen Klassizismus entworfen. Zunächst wurde es als Rathaus verwendet, seit Beginn des 19. Jahrhunderts als königlicher Palast.

Der Palast ist einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Niederlande. Vor dem Königspalast befindet sich der Dam, der zentrale Platz von Amsterdam. Wie im 17. Jahrhundert wird der Platz noch heute als Treffpunkt für Amsterdamer genutzt. Die spätgotische Nieuwe Kerk aus dem 16. Jahrhundert schließt ebenfalls an den zentralen Platz an.

Welche Sehenswürdigkeiten in Amsterdam lassen sich zu Fuß erreichen?

Die Altstadt im Grachtengürtel können Sie zu Fuß erkunden. Da geht es von der Centraal Station vorbei am Königspalast, über den Bloemenmarkt zum Rembrandthaus und zurück. Für weitere Strecken bietet sich die Fahrt mit der Tram oder mit einem geliehenen Fahrrad an.

Gerade bei einem gemütlichen Spaziergang können Sie die holländische Architektur auf sich wirken lassen. Dabei ist die Centraal Station nicht nur einer der wichtigsten Fernbahnhöfe in den Niederlanden, er ist auch ein historisch wichtiges Bauwerk. Der Amsterdamer Hauptbahnhof wurde im 19. Jahrhundert von dem bekannten Architekten Pierre Cuypers entworfen.

Der Bloemenmarkt ist zwar heute eher eine Touristenattraktion, aber dennoch eine Top-Sehenswürdigkeit mit einer langen Tradition: Schon seit 1862 wird dieser Blumenmarkt an der Singelgracht abgehalten. Früher wurden die Pflanzen und Blumen auf Booten gebracht und hier verkauft. Heute können Sie Tulpen, Lilien und Blumenzwiebeln auf schwimmenden Marktständen kaufen.

Niederländische Kunst und Kultur bringt Ihnen das Museum Het Rembrandthuis näher. Das ehemalige Wohn- und Arbeitshaus des niederländischen Künstlers Rembrandt van Rijns aus dem 17. Jahrhundert wurde Anfang des 20. Jahrhunderts restauriert und ist seit 1911 für Besucher zugänglich. In diesem Museum können Sie heute eine große Sammlung seiner bekannten Radierungen bewundern.

Welche Sehenswürdigkeiten in Amsterdam und Umgebung lassen sich mit dem Fahrrad erreichen?

In Amsterdam bewegen Sie sich am besten wie die Anwohner fort: Schwingen Sie sich aufs Fahrrad und unternehmen Sie eine Sightseeing-Tour auf eigene Faust. Mit dem Fahrrad fahren Sie vom Anne-Frank-Haus zum Vondelpark oder dem multikulti Stadtteil De Pijp innerhalb weniger Minuten.

Amsterdam ist ein wahres Paradies für Radfahrer. Die Stadt bietet über 400 Kilometer Fahrradwege komplett mit Unterführungen und Fahrradparkhäusern. Statt in der stickigen Tram fahren Amsterdamer und Touristen auf dem Fahrrad schnell von A nach B.

Für fünf bis 15 Euro pro Tag können Fahrräder ausgeliehen werden. Ein einfaches Modell ist ausreichend, denn ein Großteil der Strecke ist flach und die Rundfahrt durch die Stadt ist nicht herausfordernd.

Sie können die gesamte Innenstadt um den Grachtengürtel mit dem Fahrrad erkunden und historische Gebäude wie die Noorderkerk, das Oost-Indisch Huis, De Waag, die Nikolaibasilika und das Museum Van Loon im Vorbeifahren bewundern.

Möchten Sie Amsterdam außerhalb des Grachtengürtels kennenlernen, gelangen Sie mit dem Fahrrad auch schnell zu bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Rijksmuseum und dem Van Gogh Museum. In der Nähe dieser beiden Museen befindet sich auch der schöne Vondelpark, den Sie bei einem gemütlichen Spaziergang oder mit dem Fahrrad erkunden können.

Ein Geheimtipp ist die Fahrt durch den Stadtteil De Pijp im Oud-Zuid, dem alten Süden der Stadt. 30.000 Menschen haben sich in diesem Stadtviertel angesiedelt. Bei vielen Anwohnern handelt es sich um ausländische Studenten. Hier liegt auch der Albert-Cuyp-Markt mit zahlreichen Verkaufsständen für Obst, Gemüse, Käse, Mode und Souvenirs.

Welche Sehenswürdigkeiten in Amsterdam sind bei Regen zu empfehlen?

Spielt das Wetter nicht mit, suchen Sie Zuflucht in überdachten Sehenswürdigkeiten. Zum Beispiel in bekannten Museen wie dem Anne-Frank-Haus, dem Rijksmuseum und dem Van Gogh Museum, bei spannenden Attraktionen wie The Amsterdam Dungeon oder beim Shopping und Schlemmen in De Hallen Amsterdam.

Das Anne-Frank-Haus im Stadtteil Jordaan ist eines der beliebtesten Museen der Stadt. In dieses Haus flüchtete die jüdische Familie Frank vor den Nazis. Zwei Jahre versteckte sich das junge Mädchen Anne Frank und ihre Familie während des Zweiten Weltkriegs im Hinterhaus, bis sie verraten und festgenommen wurden.

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Die Zeit, in der sich die Familie verstecken musste, hielt Anne Frank in ihren heute weltbekannten Tagebüchern fest. Bei einem Besuch des Museums können Sie das schwierige Schicksal der Familie Frank nachfühlen und miterleben. Unser Insider-Tipp: Buchen Sie Ihre Tickets schon im Vorfeld für den gewünschten Einlasszeitraum. Ansonsten müssen Sie an der langen Schlange vor dem Museum im Regen anstehen.

Zwei weitere sehenswerte Museen in Amsterdam sind das Rijksmuseum und das Van Gogh Museum. Beide befinden sich in unmittelbarer Nähe zueinander am Museumplein.

Das Van Gogh Museum beherbergt die größte Sammlung des berühmten Malers Vincent van Gogh sowie weitere Werke von Künstlern wie Couture, Monet, von Stuck und Pissaro. Das Museum des berühmten Künstlers van Gogh gehört mit über zwei Millionen Besuchern jährlich zu einem der beliebtesten Kunstmuseen der Welt.

Das Rijksmuseum ist das Nationalmuseum von Amsterdam und stellt eine große Sammlung von Kunstwerken aus dem Goldenen Zeitalter der Niederlande aus. Zusätzlich werden über 8000 historische Kunst- und Handwerksobjekte gezeigt. Das Gebäude des Museums stammt aus dem späten 19. Jahrhundert.

Nichts für schwache Nerven ist die Attraktion The Amsterdam Dungeon. In elf Räumen werden schaurige geschichtliche Ereignisse der Stadt in verschiedenen Vorführungen nacherzählt. So ist The Amsterdam Dungeon eine Kombination aus Museum und Theater.

Wer einen Schlechtwettertag dagegen mit niederländischen Leckereien überbrücken möchte, sollte De Hallen Amsterdam im alten Westen der Stadt aufsuchen. Früher dienten die Hallen der Wartung und Pflege der Trams von Amsterdam. Heute bieten die renovierten Industriehallen zahlreiche Essensstände mit gutem Essen sowie kleine Läden mit Kunst, Mode und Kosmetik.

Welche Sehenswürdigkeiten in Amsterdam sind bei Nacht besonders schön?

Das Nachtleben von Amsterdam ist weltbekannt. Vor allem das berühmt-berüchtigte Rotlichtviertel ist eine der Top-10-Sehenswürdigkeiten der Stadt. Denn heute besuchen dieses Viertel nicht nur Männer auf der Suche nach Spaß, auch neugierige Touristen und Touristinnen wagen einen Blick.

Das Rotlichtviertel befindet sich ausgerechnet genau an der Oude Kerk im Stadtteil De Wallen. Als bekannte Attraktion bieten ehemalige Prostituierte geführte Touren durch das Viertel an und plaudern dabei aus dem Nähkästchen.

Gerade in den vergangenen Jahren ist das Viertel auch ein beliebtes Ziel für Junggesellen- und Junggesellinnenabschiede geworden. Die beste Zeit für den Besuch des Amsterdamer Rotlichtviertels ist nach 23 Uhr.

Wer sich weniger für leicht bekleidete Frauen und Sexspielzeug interessiert, kann den Abend auch bei in einem der vielen Coffee-Shops ausklingen lassen oder die lokalen Biersorten bei einer Brauerei-Tour kennenlernen.

Eine aufregende Nacht können Sie mit einem Spaziergang über die Magere Brug beenden. Diese Brücke ist die älteste hölzerne Holländerbrücke in den Niederlanden und gilt als eine der schönsten Brücken der Stadt. In der Nacht wird sie malerisch beleuchtet.

Was sind Sehenswürdigkeiten in Amsterdam, die auch für Kinder interessant sind?

Auch Kinder kommen bei einer Städtereise nach Amsterdam auf ihre Kosten. Im Artis Zoo tummeln sich knapp 800 Tierarten, Madame Tussauds ist für die Teens ein Highlight und Museen wie das Nemo Science Center sind wie gemacht für kleine Entdecker.

Den großen Artis Zoo im Grachtengürtel gibt es nicht erst seit gestern. Er wurde bereits 1838 gegründet. Heute leben über 8200 Tiere im zoologischen Garten, darunter Elefanten, Seelöwen, Giraffen und Löwen. Der Zoo öffnet täglich für seine Besucher. Mit 23 Euro Eintritt pro Person ist er jedoch kein günstiges Vergnügen.

Im Nemo Science Center können Kinder Naturwissenschaften anfassen und hautnah erleben. Das Museum bietet auf vier Ebenen zahlreiche kindgerechte Ausstellungsstücke aus den Bereichen Technik, Physik, Biologie und Chemie zum Anfassen, Ausprobieren und Mitmachen.

Welche Sehenswürdigkeiten in Amsterdam können Sie mit dem Hund besuchen?

Nicht nur fahrradfreundlich, auch hundefreundlich zeigt sich die niederländische Hauptstadt Amsterdam. Hunde sind in Trams, auf den Grachtenbooten und in vielen Restaurants erlaubt. Auch in vielen Hotels sind Hunde willkommen. In den Parks und ruhigeren Ecken können die Vierbeiner ausgiebig schnüffeln.

Der Vondelpark eignet sich für einen ausgelassenen Spaziergang mit dem Vierbeiner. Mit einer Fläche von 47 Hektar ist der Park der zweitgrößte Park in Amsterdam. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dieser Park im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt.

Zahlreiche Teiche, weitläufige Grünflächen und Spielplätze ziehen ruhesuchende Paare, Familien und Hundebesitzer an. Im Park herrscht keine grundsätzliche Leinenpflicht. Nur in der Nähe von Spielplätzen sollten Sie Ihren Hund anleinen.

Aktivitäten wie ein Spaziergang durch die Altstadt oder eine Bootstour auf den Grachten ist mit Hund ebenfalls problemlos möglich. In den meisten Cafés und Restaurants sind Hunde gern gesehene Gäste, und auch die Amsterdamer zeigen sich den Fellnasen gegenüber freundlich und aufgeschlossen. Nur in Museen und Kirchen sind Hunde generell nicht erlaubt. Dafür können Sie die historischen Gebäude der Stadt von außen bestaunen.

Möchten Sie Ihrem Hund dagegen auch etwas freie Natur bieten, fahren Sie nach Haarlem. Der Ort am Meer ist nur eine 15-minütige Zugfahrt von Amsterdam entfernt. Am weitläufigen Strand der kleinen Stadt am Meer können Hunde ungestört toben.

Unser Insider-Tipp: Planen Sie eine Reise mit Hund nach Amsterdam, sollten Sie außerhalb der Hauptsaison reisen. Bevorzugen Sie die Zeit zwischen Oktober und März.

Was sind interessante Flohmärkte in Amsterdam?

Zwei bekannte Märkte in Amsterdam sollten Sie unbedingt besuchen: den Flohmarkt auf dem Waterlooplein und den größten Flohmarkt Europas, der IJ-Hallen Flohmarkt in der NDSM-Werft. Beide Flohmärkte bieten allerlei Trödel und sind schon allein durch ihre besondere Atmosphäre einen Besuch wert.

Der Flohmarkt am Waterlooplein findet an sechs Tagen in der Woche statt. Über 300 Verkaufsstände reihen sich dicht aneinander. Hier können Sie alles von gebrauchten Fahrrädern bis hin zu Vintage Kleidung kaufen. Die Stände haben täglich von 9.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Nur am Sonntag ist Ruhetag.

Der IJ-Hallen Flohmarkt in der NDSM-Werft ist eine der Top-10-Sehenswürdigkeiten Amsterdams. Mit über 750 Ständen rühmt er sich als der größte Flohmarkt Europas. Der Eintritt zum Flohmarkt kostet fünf Euro, dafür können Sie unter Antiquitäten, Mode und Ramsch allerdings auch das ein oder andere Schnäppchen ergattern. Von der Amsterdam Centraal Station gelangen Sie mittels kostenloser Fähre zur Werft. Der Flohmarkt hat täglich von 9 bis 16.30 Uhr geöffnet.

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