Samstag

9 Uhr Zu Fuß in die Speicherstadt, noch heute das größte Teppichlager der Welt. In viele Backsteinhäuser aber sind Museen eingezogen, so bekannte wie das immer stark besuchte Miniatur-Wunderland (9 – besonders für Familien attraktiv), so interessante wie das Gewürzmuseum "Spicy's" (10) oder der "Dialog im Dunkeln" – das meint: Entdeckungen im Unsichtbaren (11).

Aus Düften, Temperaturen und Geräuschen kreieren die Macher Alltagssituationen. 11 Uhr Nur ein paar Schritte weiter, am Großen Grasbrook, wo um 1360 der Seeräuber Claus Störtebeker geköpft wurde, beginnt die spektakuläre Hafencity – ebenso unfertig und umstritten wie an ihrem Westrand die "Elbphilharmonie" (12), von der niemand weiß, wann sie eröffnet wird. Bester Platz für eine Kaffeepause: das Open-Air-Café vor dem "Chilli Club" (13) mit Blick auf alte Schiffe und neue Architektur. 13 Uhr Zu Fuß über die Kornhausbrücke in die City, links grüßt die Katharinenkirche, rechts die "Spiegel"-Redaktion. Und nun ab in die Shoppinghöhlen, Deutschlands schönste Kaufpassagen: Hanse-Viertel, Hamburger Hof, Kaufmannshof und schließlich durch die Galleria (14) nach "Klein-Venedig", also zu den Alsterarkaden (15). Die Mittagspause wird exotisch mit Mezze und Rosentee beim Syrer "Saliba" (16, Galleria/Ecke Arkaden). Gleich nebenan: Protz und Prunk in den Edelboutiquen am Neuen Wall und Große Bleichen, eigentlich eher unhanseatisch, von dort zum distinguiert-noblen Jungfernstieg, wo an der Binnenalster die weiße Flotte auf Rundfahrtgäste wartet. 15 Uhr Mit dem Dampfer über die Außenalster in den Leinpfadkanal schippern, vorbei an großbürgerlichen Villen, bis zum "Café Leinpfad" (17). Von dort mit der U-Bahn (hier "Hochbahn") ab Hudtwalkerstraße zum Hauptbahnhof, weiter mit der S-Bahn nach Altona 18 Uhr Vom Bahnhof Altona durch eine öde Fußgängerzone in Hamburgs angenehmstes Szeneviertel bummeln: Ottensen bedeutet Multikuli und Lebenskunst vom Fröhlichsten, zum Beispiel auf der Ottenser Hauptstraße. Empfehlungen fürs Abendessen? Die Auswahl ist groß, im "Eisenstein" (18) gibt's unter anderem die besten Pizzen der Stadt (z.B. "Blöde Ziege", mit Rosmarin-Tomatensauce, krossem Speck und jungem Ziegenkäse im Aschemantel) oder, kommen Sie doch einfach in "Teufels Küche"(19). Dort heißt die Spezialität Merguez, hausgemachte Lammwürste mit Cous-Cous. 22 Uhr Absacker in der Tower-Bar (20) neben dem Hotel Hafen Hamburg: gute Stimmung, gute Cocktails und ein Traumblick über den nächtlichen Hafen.

(RP)