Bis zu 300 Euro am Tag Mietkosten Wo Ferienangebote knapp werden – und was sie kosten

Düsseldorf · Die Nordseeinseln sind im Juli schon jetzt fast ausgebucht, in anderen Regionen ist noch viel frei. Dabei wird Urlaub insgesamt teurer. Zwei Studien geben Aufschluss.

Reetgedeckte Ferienhäuser stehen auf der Ostseeinsel Poel (Symbolbild).

Reetgedeckte Ferienhäuser stehen auf der Ostseeinsel Poel (Symbolbild).

Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dp/Jens Büttner

Wie werden die Sommerferien 2023 im ersten kompletten Jahr nach der Corona-Pandemie? Aus Veranstaltersicht sehr positiv: „Die wiederkehrende Planungssicherheit schlägt sich in deutlich höheren Buchungen nieder“, sagt Sven Schikarsky, Produktchef beim Rewe-Ableger DER Tours. „Wir erleben einen regelrechten Buchungsboom“, sagt ein Sprecher des Düsseldorfer Reiseveranstalters Alltours. Gerade Mallorca, Griechenland und die Türkei seien aktuell sehr beliebt. Satte 20 Prozent Zuwachs gebe es bei Zielen, die mit dem Auto oder der Eisenbahn erreichbar seien. Wir erläutern, wo es noch freie Verfügbarkeiten gibt und wie sich die Preise entwickeln.

Freie Ferienwohnungen In einigen der beliebtesten Reisegebiete wie den deutschen Nordseeinseln sind für Juli schon jetzt weit über die Hälfte der Unterkünfte vergeben. Das zeigen exklusive Berechnungen für unsere Redaktion von DS Destination Solutions, einer Spezialfirma für Reservierungssoftware. „In beliebten Regionen sind Engpässe nicht auszuschließen“, sagt Ranja Ney, Director Marketing von DS. Es gäbe allerdings „vielerorts noch sehr gute Angebote für Erholungssuchende und Kurzentschlossene“. Sie meint aber, sehr viele günstige Angebote in letzter Minute seien nicht zu erwarten: „Reisen bleibt eine Herzensangelegenheit, auch in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten.“ Dabei müssen die Daten richtig interpretiert werden: Wenn am Bodensee und im österreichischen Salzkammergut aktuell nur rund 25 Prozent der Kapazitäten noch frei sind, sind die attraktivsten und auch günstigsten Immobilien eben oft schon weg.